Eishockey Diesmal mischen auch die Bayern mit

Bietigheim-Bissingen / cp 13.03.2018

In der Vorsaison waren die Rollen vor den Playoffs in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) klar verteilt: Den Titel werden die Bietigheim Steelers und die Löwen Frankfurt unter sich ausmachen. Am Ende sicherten sich die Hessen den Titel im Finale gegen die Steelers. Diesmal ist der Kreis der ernsthaften Titelanwärter deutlich größer. Neben den Steelers und den hessischen Löwen haben mit dem SC Riessersee und dem ESV Kaufbeuren auch zwei bayerischer Teams gute Chancen auf den Finaleinzug.

Der SC Riessersee mit seinem zur laufenden Saison vom Assistenten zum Trainer beförderten Toni Söderholm, der erst 2016 seine Spielerkarriere beendet hat, überraschte mit konstant guten Leistungen und schnappte sich aufgrund der besseren Tordifferenz Platz eins am Ende der Hauptrunde. Im Rahmen der Gala des deutschen Eishockeys in Straubing wurde Andreas Driendl vom SC Riessersee als bester Spieler der Saison in der DEL2 ausgezeichnet. In 48 Partien schoss der 32-Jährige 30 Tore und gab 49 Assists. In der Topscorer-Wertung belegt der Bayer den zweiten Rang und ist damit der einzige gebürtige Deutsche unter den besten 14 Torjägern. Top-Scorer der Liga ist sein Mitspieler Richard Müller mit 36 Toren und 44 Vorlagen.

Müller kann Titel verteidigen

In der Vorsaison feierte Müller mit den Löwen Frankfurt die Meisterschaft, jetzt könnte er mit Garmisch-Partenkirchen seine persönliche Titelverteidigung perfekt machen. Im Viertelfinale der Playoffs trifft der SC Riessersee auf die Eispiraten Crimmitschau, die sich unter Traimner-Routinier Kim Collins erstmals nach zehn Jahren wieder für die Endrunde qualifiziert haben. Die Westsachsen setzen vor allem auf die Paradereihe mit Top-Torjäger Robbie Czarnik, Jordan Knackstedt und Ivan Ciernik.

Der ESV Kaufbeuren war in der abgelaufenen Hauptrunde beste defensive Mannschaft mit nur 130 Gegentoren. Der EC Bad Nauheim hat sich mit elf Siegen aus den letzten 13 Spielen jede Menge Selbstvertrauen für das Viertelfinale geholt. Die Nauheimer, deren Trainer Petri Kujala trotz eines Vertrags bis 2019 seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hat, ließen im Schlussspurt sogar die Kassel Huskies hinter sich. Die Nordhessen treffen im prestigeträchtigen Derby auf den amtierenden Meister aus Frankfurt. Der hat eine wechselhafte Hauptrunde hinter sich und am letzten Wochenende gleich zweimal verloren.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel