Eishockey Die Steelers haben in ihren Leistungen viel Luft nach oben

Steelers-Torwart Sinisa Martinovic (Mitte) muss in dieser Szene vor dem Bad Tölzer Routinier Klaus Kathan (rechts) klären. Links der Bietigheimer Verteidiger Rob Brown.
Steelers-Torwart Sinisa Martinovic (Mitte) muss in dieser Szene vor dem Bad Tölzer Routinier Klaus Kathan (rechts) klären. Links der Bietigheimer Verteidiger Rob Brown. © Foto: Werner Kuhnle
cp 07.10.2017

Die Bietigheim Steelers haben erneut ein Spiel hauchdünn gewonnen, mittlerweile zum siebten Mal. „Wir hätten diese sieben Spiele auch verlieren können. Aber wir haben wieder einen Weg gefunden, zu gewinnen“, meinte Trainer Kevin Gaudet. Das war gegen den Aufsteiger EC Bad Tölz gar nicht so einfach, denn die Löwen fuhren mächtig die Krallen aus und brachten die Gastgeber gehörig in Schwierigkeiten. „Wir waren in der Lage, in Bietigheim zu gewinnen. Vier Gegentore waren nicht nötig. Aber es ist schon imponierend, wie Bietigheim in der Offensive spielt“, kommentierte der Tölzer Coach Rick Böhm die Partie, und war mit der Leistung seines Teams „mal wieder sehr zufrieden“.

Bei den Steelers kehrte Verteidiger Benjamin Hüfner ins Team zurück, dafür fiel Andrew McPherson nach einer kleinen Operation aus. Beinahe wäre den Oberbayern ein Start nach Maß gelungen. Nach 20 Sekunden knallte Philipp Schlager beim ersten Tölzer Angriff den Puck an den Pfosten des Bietigheimer Tores. Die Steelers kamen erst nach und nach gegen die forsch und mutig auftretenden Gäste in die Gänge und zu Chancen. Bei ihrer einzigen Überzahl während des gesamten Spiels gingen die Gastgeber durch Matt McKnight in Führung (7.). Die beiden Torhüter Andreas Mechel beim EC und Sinisa Martinovic sorgten mit guten Aktionen dafür, dass es lange beim 1:0 blieb. Genau bis zur 27. Minute, dann nutzte Klaus Kathan einen Fehler im Bietigheimer Spielaufbau und glich aus. In der 38. Minute brachte Konstanin Ontl die Gäste kurzzeitig in Führung. Die hielt aber nur eine Minute, dann klappte mal wieder das Zuammenspiel zwischen Tyler McNeely als Vorbereiter und Shawn Weller als Torschütze (39.).

Siegtreffer durch McNeely

McKnight gelang zwar die erneute Führung für den Tabellenführer (42.), aber die Tölzer gaben nicht auf und kamen durch Schlager erneut zum Ausgleich (45.). Den Siegtreffer erzielte schließlich McNeely (53.).

„Die Tabellenposition und die Punktausbeute sind in Ordnung, aber wir haben noch viel Potenzial. Bei der Art und Weise, wie wir Spiele gewinnen, haben wir noch viel Luft nach oben. Wir sind noch nicht da, wo wir hoffentlich hinkommen werden. Wir haben die Hoffnung, dass wir wieder schönes Eishockey sehen“, meinte Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch. „Etablierte Kräfte haben noch nicht das Leistungsniveau, für das wir sie verpflichtet haben. Ich habe aber keine Sorge und weiß, was das Team leisten kann. Die Stimmung in der Kabine ist top“, so Schoch.

So spielten sie

DEL 2, 8. Spieltag
Bietigheim – Bad Tölz

4:3

Drittel: 1:0, 1:2, 2:1; Tore: 1:0 McKnight (7./Überzahl), 1:1 Kathan (27.), 1:2 Ontl (38.), 2:2 Weller (39.), 3:2 McKnight (42.), 3:3 Schlager (45.), 4:3 McNeely (53.); Strafminuten: 4 (2 Strafen) – 2 (1 Strafe); Schiedsrichter: Dominic Erdle (Landsberg), Daniel Kannengießer (Rosenheim); Zuschauer: 2147.