Tischtennis Die Kaufmann-Schwestern schlagen bei der Elite auf

Erstmals bei der deutschen Meisterschaft der Damen am Start waren Annett Kaufmann (links) und ihre Schwester Alexandra. Kaufmann vom TTC Bietigheim-Bissingen.
Erstmals bei der deutschen Meisterschaft der Damen am Start waren Annett Kaufmann (links) und ihre Schwester Alexandra. Kaufmann vom TTC Bietigheim-Bissingen. © Foto: Matthias Grünenwald
mg 07.03.2018

Bei ihrem ersten Auftritt bei der deutschen Meisterschaften der Damen zeigten sich Alexandra und Annett Kaufmann vom TTC Bietigheim-Bissingen von ihrer besten Seite und verpassen nur hauchdünn den Einzug in das Hauptfeld. Das Turnier in Berlin selbst war schwach aufgestellt und präsentierte den Tischtennissport in einem amateurhaften Rahmen.

In ihren jeweiligen Vorrundengruppen im Einzel starteten die Kaufmann-Schwestern ohne große Erwartungen. „Ich will einfach dieses Turnier genießen. Es ist etwas ganz besonderes für mich hier dabei sein zu dürfen“ so Alexandra Kaufmann vor dem Turnierstart. In ihrem ersten Spiel gegen Gaia Monfradini aus Hessen erspielte sie sich eine 2:0-Satzführung, ehe sich die favorisierte Hessin in das Spiel zurückkämpfte. Nach und nach übernahm sie die Partie und drehte das Spiel schlussendlich in fünf Sätzen noch zu ihren Gunsten. Nach einem 1:3 gegen Anne Sewöster aus Niedersachsen gelang der Bietigheimerin im letzten Einzel ein 3:2-Sieg gegen Anni Zhan (Nordrhein-Westfalen).

Ein Satz fehlt zur Quali

Am Ende fehlte ihr nur ein Satz zur Qualifikation zur Endrunde. „Schade, dass es am Ende so knapp war. Aber ich hatte noch nie gegen Zhan gewonnen und konnte diesen Bock endlich umstoßen“ meinte Alexandra Kaufmann. Im Doppel traf sie mit ihrer Partnerin Jana Kirner (DJK Offenburg) nach gewonnener erster Runde, in der zweiten Runde auf die späteren Titelträger um Nationalspielerin Sabine Winter/Huong Do Thi (Bayern/Sachsen). In einem packenden Spiel mussten sich Kirner/Kaufmann in fünf Sätzen geschlagen geben.

Annett Kaufmann, die als jüngste Teilnehmerin in die Geschichte der Meisterschaft eingeht, startete gegen Amelie Rocheteau aus Niedersachsen in das Turnier. Gegen die Zweitligaspielerin hielt sie die Partie  lange offen, ehe sie sich in vier Sätzen geschlagen geben musste. Kurz vor der Sensation stand sie dann im anschließenden Duell gegen Anne Bundesmann vom Tabellenzweiten der Zweiten  Bundesliga TSV 1909 Langstadt. Bei einer 2:1-Satzführung und einem 7:7-Zwischenstand nahm die Hessin eine Auszeit mit der das Spiel zu ihren Gunsten kippte. Doch auch Annett Kaufmann ließ sich von den ersten beiden Niederlagen nicht unterkriegen und gewann ihre letzte Partie gegen Svenja Horlebein vom Drittligakonkurrenten TV Hofstetten in drei Sätzen. Im Doppel schied sie mit ihrer Schülerinnen-Nationalmannschaftskollegin Naomi Pranjkovic (Bayern) in der ersten Runde in vier Sätzen gegen Lotta Rose/Maria Shiiba (Niedersachsen) aus. „Auch ich hatte mir nichts ausgerechnet und bin sehr zufrieden mit meinem Spiel. Ich hatte eine richtig schwere Gruppe und war trotzdem kurz davor, diese zu überstehen“, meinte Annett Kaufmann.

Schwache Außendarstellung

Weniger positiv war hingegen das Auftreten des Ausrichters TTC Eastside Berlin. Sowohl der Veranstaltungsort, das Sportforum Berlin, als auch die Organisation und die Präsentation der Spiele wurden einer nationalen Meisterschaft zu keinem Zeitpunkt gerecht. „Es ist schade, dass sich der Tischtennissport in solch einem schwachen Bild bei so einem Turnier präsentiert“, bemängelte Matthias Grünenwald, der Vorsitzende des TTC Bietigheim-Bissingen.

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