Eishockey Die Heilbronner Falken befinden sich im Aufwind

Neuzugang Marcel Melicherik ist eine Bank im Tor der Heilbronner Falken. Mit ihm haben es nun die Steelers zu tun.
Neuzugang Marcel Melicherik ist eine Bank im Tor der Heilbronner Falken. Mit ihm haben es nun die Steelers zu tun. © Foto: Imago
Heilbronn / cp 13.03.2018

Ein ungewohnter Höhenflug führte die Heilbronner Falken in dieser Saison in der Abschlusstabelle der Hauptrunde auf Platz neun und über die Pre-Playoffs erstmals seit vier Jahren wieder in ein Playoff-Viertelfinale. Misserfolge und Beinahe-Abstiege unzureichend zusammengestellter Mannschaften prägten das Bild, das die Falken in den vergangenen Jahren abgaben. Das führte auch zu einem rasanten Besucherschwund. Nach 52 Spielen in der Hauptrunde liegen die Unterländer in der Zuschauertabelle der DEL 2 mit durchschnittlich 1470 Besuchern ganz am Ende.

Als Glücksfall entpuppte sich der während der desolat verlaufenen Vorsaison als Trainer installierte Gerhard Unterluggauer. Der österreichische Rekordnationalspieler kam als Hospitant nach Heilbronn, wurde schnell zum Assistenten und dann zum Chefcoach befördert. Nach den Playoffs kehrt Unterluggauer in seine Heimat zurück und übernimmt den Erstligisten Villach. Trotz des lange feststehenden Abschieds ihres Trainers gab die zur laufenden Spielzeit radikal veränderte Mannschaft weiter Vollgas. Im Endspurt gelangen Siege gegen den Meister Löwen Frankfurt und bei den Eispiraten Crimmitschau. Damit machten die Falken erst den Klassenerhalt perfekt und verbesserten sich dann auf Rang neun. In den Pre-Playoffs fügten sie ihren vier Hauptrundensiegen gegen die Dresdner Eislöwen zwei weitere Erfolge an.

Mit Michael Melicerchik verpflichteten die Heilbronner für die zweite Hälfte der Hauptrunde einen starken Torhüter, der mit seinen Quoten unter allen Kollegen in der DEL 2 Platz vier einnimmt. Gegen Frankfurt feierte der 28-jährige Tscheche Tomas Plihal, der schon in der NHL gespielt hat, seinen Einstand – und traf prompt zum 4:2-Endstand. Plihal, dem herausragende Stärken am Bullypunkt nachgesagt werden, war als Ersatz für den mit einer Gehirnerschütterung ausgefallenen Center Justin Maylan an den Neckar gekommen. Ob Maylan und der ebenfalls an den Folgen eine Gehirnerschütterung laborierende Richard Gelke im Verlauf der Playoffs zum Einsatz kommen, entscheidet sich wohl kurzfristig.

Justin Kirsch ist mit seinen 27 Treffern, die ihm Platz sieben in der Statistik einbringen, der Top-Torjäger. Er spielt in einer Reihe mit Dennis Palka und Plihal. Die zweite Reihe ist mit Mark Heatley, Kevin Lavallée und Kyle Helms überdurchschnittlich besetzt, die erste Reihe bilden Brandon Alderson, Bradley Ross und Senkrechtstarter Tim Bernhardt. Michael Fink, ebenso wie Heatley, Palka und Verteidiger Henry Martens mit einer sportlichen Vergangenheit bei den Bietigheim Steelers, hat seine Einsätze in der vierten Reihe. Mit Abwehrchef Jordan Heywood, Corey Mapes und Stephan Kronthaler – alle im Alter von Mitte bis Ende 20 – sowie den knapp über 30-jährigen Martens und Marcus Götz sind die Falken in der Defensive auch gut aufgestellt.

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