Handball Den Gästen die vorderen Plätze überlassen

Für Sophie Maisch und den HC Metter-Enz gab es beim eigenen Ackermann-Cup nichts zu holen.
Für Sophie Maisch und den HC Metter-Enz gab es beim eigenen Ackermann-Cup nichts zu holen. © Foto: Ralph Küppers
Vaihingen / rkü 09.01.2019

Den Sieg beim eigenen Turnier als Ziel auszugeben, wäre vermessen gewesen. Darum hatte Harald Deuß schon vor dem 6. Ackermann-Cup erklärt, mit den Handballern des HC Metter-Enz vor allem Spielpraxis sammeln zu wollen. Bei den Frauen sah es nicht viel anders aus: drei Spiele, drei Niederlagen lautet die ernüchternde Bilanz.

Die gewünschte Spielpraxis bekam Deuß’ Männermannschaft. Drei Partien zu jeweils 25 Minuten – nach ein paar Wochen Weihnachtspause tat das richtig gut. Mit dem Turniersieg hatte der HCME allerdings wirklich nichts zu tun. Den holte sich die Hbi Weilimdorf/Feuerbach, die alle drei Spiele gewann.

Bis es zum Aufeinandertreffen des Gastgebers mit dem späteren Turniersieger kam, steckten beiden Teams bereits 50 Minuten Spielzeit in den Knochen. „In dem Spiel haben wir gezeigt bekommen, wo die Unterschiede sind“, sagt HCME-Trainer Deuß. „Und es kommt dazu, dass uns die andere Mannschaft körperlich überlegen war.“ Trotzdem war er am Ende gar nicht so sehr unzufrieden. „Richtig schlecht war nichts“, lautet sein Fazit nach den drei Partien, die in etwa drei Halbzeiten von normalen Handballspielen entsprachen.

Ein wenig überraschend gewann bei den Frauen die HSG Oberer Neckar das Turnier um den 6. Ackermann-Cup. Die Mannschaft ist Vorletzter der Bezirksklasse Rems/Stuttgart. „Dafür, dass die Mannschaft Vorletzter der Tabelle ist, hat sie sehr sicheren Handball gespielt“, zollte HCME-Trainer Silvio Herzog Rspekt. Der HC Metter-Enz als Fünfter der Bezirksklasse Enz/Murr sah im Vergleich mit seinem ersten Gegner jedenfalls kein Land. „Wir haben uns heute schwer getan, in der Abwehr wie im Angriff“, sagt der Übungsleiter der Gastgeberinnen nach der 7:12-Niederlage zum Turnierauftakt. „Aber wir haben uns kontinuierlich gesteigert von Spiel zu Spiel. Leider hat es trotzdem nicht gereicht.“

„Nach der Weihnachtspause haben wir uns beim Turnier wieder gut eingespielt“, zog Herzog letztlich eine positive Bilanz. „Sophie Kämpfe und Sophie Maisch haben gute Fortschritte gezeigt.“ Darauf will er aufbauen.

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