Eishockey Boisvert tritt die Gaudet-Nachfolge an

Bietigheim / cp 07.05.2018

Bei den Bietigheim Steelers steht in der neuen Saison Hugo Boisvert als Trainer hinter der Bande. Der 42-jährige Kanadier mit deutschem Pass tritt beim Meister der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) die Nachfolge von Erfolgstrainer Kevin Gaudet an, der neuer Coach beim DEL-Klub Ice Tigers Nürnberg wird. „Auf ihn warten große Erwartungen und Aufgaben, er hat das Zeug dazu, sie zu meistern. Das Umfeld und die Fans müssen ihm eine Chance geben. Hugo Boisvert weiß, auf welche große Herausforderung er sich als Nachfolger von Kevin Gaudet eingelassen hat“, meinte Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch nach der Vertragsunterzeichnung am Sonntag. „Boisvert hat bei den Kassel Huskies drei Jahre lang als Co-Trainer einen Riesenjob auch in der Spielanalyse gemacht. Er kann Spieler besser machen“, nennt Schoch Gründe, die für Boisvert sprachen.

Der Gaudet-Nachfolger kennt die DEL 2 bestens aus seiner aktiven Zeit als Center des Duisburger EV, der Kassel Huskies und der Dresdner Eislöwen. Mit Kassel stieg er als Mannschaftskapitän 2008 in die DEL auf. Nach fünf Jahren in Dresden kehrte Boisvert 2015 für drei Spielzeiten als Co-Trainer von Rico Rossi zu den Huskies zurück. 2016 gewann das Duo mit den Nordhessen die Meisterschaft in der DEL 2.

Verjüngung geht voran

Die Bietigheim Steelers nehmen eine moderate Verjüngung des Kaders vor. Nach Rob Brown, Dominic Auger und Adam Borzecki verlässt mit Justin Kelly ein weiterer in die Jahre gekommener Spieler die Steelers. Kelly war sieben Spielzeiten  für Bietigheim auf dem Eis,  er feierte drei Zweitliga-Meisterschaften, zwei Vizetitel, absolvierte 313 Spiele, in denen er 156 Tore erzielte und 261 Vorlagen lieferte. Auf der Zugangsseite des DEL-2-Meisters stehen seit dem Wochenende der 19-jährige Stürmer Yannick Wenzel vom Oberligisten Starbulls Rosenheim und der fünf Jahre ältere Angreifer Dennis Swinnen, der vom ERC Ingolstadt DEL-Erfahrung mitbringt. Der Belgier wurde im Nachwuchsbereich der Kölner Haie ausgebildet.

Erneut gibt es Probleme beim Versuch einen sportlichen Auf- und Abstieg zwischen der DEL und der DEL 2 hinzubekommen. Nachdem die Eliteliga zwei Jahre in Folge die Unterlagen der  sechs benötigten Klubs aus der DEL 2 über die Wirtschaftlichkeit der Aufstiegsanwärter beanstandet und zurückgewiesen hatte, gibt es derzeit erneut Probleme mit den zur weiteren Prüfung durch eine Rechtsanwaltskanzlei eingereichten Nachweise. „Es gibt unterschiedliche Auffassungen in der Bewertung der vorgelegten Unterlagen“, heißt es aus der DEL-2-Zentrale in Neuss. Demnach wollen die DEL und die DEL 2 nun unter Vermittlung des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) eine von allen Seiten getragene Auf- und Abstiegsregelung anstreben.

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