Tischtennis Big Point im Abstiegskampf

Pekka Pelz trug mit zwei Einzelsiegen und einem Doppelerfolg zum 9:5-Triumph des TTC beim SV Plüderhausen bei.
Pekka Pelz trug mit zwei Einzelsiegen und einem Doppelerfolg zum 9:5-Triumph des TTC beim SV Plüderhausen bei. © Foto: Werner Kuhnle
Bietigheim-Bissingen / Matthias Grünenwald 13.02.2018

Das Regionalliga-Spitzenteam aus Kaiserslautern war am Samstagabend beim 4:9 in heimischer Halle noch eine Nummer zu groß für die Tischtennis-Männer des TTC Bietigheim-Bissingen. Dafür gelang am Tag darauf beim Tabellenvierten SV Plüderhausen ein 9:5-Sieg. Damit sackte das TTC-Sextett zwei wichtige Punkten im Abstiegskampf ein.

Mit nun 9:19 Zählern vergrößerten die Bietigheimer, die immer noch auf dem Relegationsplatz liegen, den Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz auf drei Punkte. Gleichzeitig blieben sie auch am FT 1844 Freiburg dran, der den ersten Nichtabstiegsplatz belegt. Die Freiburger kamen ihrerseits zu einem 9:5-Sieg gegen den Tabellenletzten aus Wirges, bei dem der TTC in zwei Wochen zu Gast ist.

Überraschung bahnt sich an

Gegen die TSG Kaiserslautern roch es zunächst nach einer Überraschung. Denn nach sechs Partien führten die Untermberger mit 4:2. Dabei glänzten Maxim Chaplygin/Mats Sandell und Toru Takahashi/Pekka Pelz in den Eingangsdoppeln und behielten gegen Nikola Marinkovic/Sebestyen Kovacs und Haruki Miyamoto/Grzegorz Adamiak die Oberhand. Dazu siegten Takahashi im japanischen Duell gegen Miyamoto sowie Sandell gegen den Polen Antoni Witkowski jeweils nach vier Durchgängen.

Doch beim Stand von 4:2 musste sich Pelz nach einem harten Kampf Marinkovic zum 3:4 geschlagen geben – der Beginn der Kaiserslauterer Aufholjagd. Es folgten sechs weitere Bietigheimer Niederlagen. Nach einer hauchdünnen Fünf-Satz-Pleite von Pelz gegen Witkowski war das Duell entschieden. „Die TSG ist nicht umsonst mit nun 20:2 Punkten Tabellenzweiter. Sie hat eine enorme Qualität“, resümierte TTC-Coach Andreas Kienle.

Trotz der Heimniederlage fuhren die Bietigheimer einen Tag später mit breiter Brust zum Gastspiel ins Remstal zum SV Plüderhausen. „Wir wussten schon vor dem Spiel, dass heute etwas möglich ist. Wir wollten von Beginn an hochkonzentriert an die Sache herangehen und diesen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt einspielen“, sagte Pelz.

Erneut ging der TTC mit einer 2:1-Führung aus den Eingangsdoppeln. Chaplygin/Sandell besiegten Laszlo Magyar/Fabian Rieger in vier Sätzen, während Takahashi/Pelz zum vierten Mal in der Rückrunde das Spitzen­doppel der Gegner besiegten. Diesmal mussten Guilherme Teodoro/Marcel Schaal in vier Durchgängen dran glauben. Chaplygin erhöhte durch ein 3:0 gegen Josip Huzjak auf 3:1, ehe Magyar durch einen Dreisatzsieg gegen Takahashi auf 3:2 verkürzte.

Bärenstark präsentierte sich das mittlere TTC-Paarkreuz. Zunächst besiegte Pelz den Brasilianer Teodoro in vier Sätzen, ehe Sandell am Paralleltisch Schaal ebenfalls in vier Durchgängen zum 5:2 düpierte. Nach einer Punkteteilung im hinteren Paarkreuz – durch einen Sieg von Rütter gegen Aleksandar Blagojevic bei einer Niederlage von Marc Hingar gegen Rieger – gingen die Gäste mit einem 6:3-Vorsprung in den zweiten Einzeldurchgang. Nun spielte Plüderhausen seine Stärke im vorderen Paarkreuz aus. Magyar siegte im Duell der Spitzenspieler gegen Chaplygin glatt in drei Sätzen zum 6:4, ehe Huzjak in einem packenden Viersatzspiel den Bietigheimer Japaner Takahashi zum 6:5 bezwang.

Trainer Kienle lobt TTC-Team

Doch wie im ersten Einzeldurchgang kam der TTC im mittleren Paarkreuz zu zwei überzeugenden Erfolgen. Sandell ließ Teodoro in drei Sätzen keine Chance. Pelz drehte gegen Schaal einen 0:2-Rückstand und behielt mit 8:5 die Oberhand. Den 9:6-Sieg machte Rütter mit einem ungefährdeten 3:0 gegen Rieger perfekt. „Ein großes Kompliment an die Jungs. Spielerisch wie kämpferisch war das heute erste Sahne“ lobte Trainer Kienle sein Sextett. „Das sind zwei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf.“