Tischtennis Bietigheimer Talente überzeugen

Alexandra Kaufmann gewann die Top 48.
Alexandra Kaufmann gewann die Top 48. © Foto: Marco Steinbrenner
Bietigheim / ms 07.11.2018

Als beim Top-48-Bundesranglistenturnier in Biberach die Siegerehrung in der Mädchen-Konkurrenz durchgeführt wurde, stand ein Tischtennis-Eigengewächs des TTC Bietigheim-Bissingen ganz oben auf dem Podium: In Abwesenheit der freigestellten Franziska Schreiner (TV 1921 Hofstetten), Sophia Klee (SC Niestetal), Anastasia Bondareva (VfR Fehlheim) und Laura Tiefenbrunner (TSV Schwabhausen) nutzte die an Position drei gesetzte Alexandra Kaufmann die Gunst der Stunde und belegte den ersten Platz.  „Die Halle scheint mir zu liegen“, merkte die 16-Jährige mit einem Augenzwinkern an. Vor drei Jahren hatte Kaufmann an Ort und Stelle den Einzeltitel bei den Landesmeisterschaften der Schülerinnen gewonnen.

Bereits in der Gruppenphase wurde Kaufmann ihrer Rolle als Mitfavoritin gerecht. Mit fünf Erfolgen und nur zwei verlorenen Sätzen schloss sie die Vorrunde überlegen als Gruppensiegerin ab. Die einzige Niederlage kassierte sie in der Zwischenrunde nach fünf Sätzen gegen Abwehrspielerin Li Tingzhuo (TTC Langen 1950). Die anschließende Partie gegen Hannah Schönau (TTC Mariaweiler) hatte es in sich. Nur mit einem Vier-Satz-Sieg konnte Kaufmann noch Position eins belegen und damit in die Vorschlussrunde einziehen. Beim Stand von 11:13 und 1:5 deutete allerdings wenig darauf hin. Es reichte aber zum 3:1-Sieg und aufgrund des um 13 Punkte besseren Ballverhältnisses setzte sich Kaufmann vor Schönau als erneute Gruppensiegerin durch.

Nach einem überraschend deutlichen 3:0-Sieg im Halbfinale gegen Angstgegnerin Anni Zhan (Anrather TK RW) gab sich Kaufmann auch im Endspiel keine Blöße und ließ Yuki Tsutsui (NSU Neckarsulm) beim 11:8, 11:8 und 11:7-Erfolg nicht den Hauch einer Chance. „Ich hatte mir bewusst kein hohes Ziel gesetzt, sondern wollte mich nur für das Top 24 qualifizieren.“ Für dieses Vorhaben hätte Platz 20 gereicht.

Annett Kaufmann wird Dritte

Einige hundert Kilometer entfernt stand auch Annett Kaufmann bei einer Siegerehrung auf dem Podest. Die Zwölfjährige startete für Deutschland bei den Slovac Cadet Open in Sence und gewann mit Jele Stortz (DJK Offenburg) Bronze im Schülerinnen-Doppel. „Wir sind stolz und sehr glücklich, so weit gekommen zu sein“, verriet die Linkshänderin. Besonders erfreut zeigte sich das Duo über den 3:1-Sieg im kleinen Finale gegen Huang Jean-Wei/Wu Yu-Ning aus Taiwan. „Wir haben schon häufiger das entscheidende Spiel um eine Medaille verloren. Um so erfreuter sind wir nun, dass es diesmal geklappt hat.“ Auch im Halbfinale gegen die starke Paarung aus China, Wang Zhu/Zhang Xiaoshu, waren Siegchancen vorhanden. Im letzten Satz wehrten Kaufmann/Stortz fünf Matchbälle ab, schafften den 10:10-Ausgleich. In der Verlängerung ging es hin und her – mit 17:15 behielten allerdings Wang/Zhang die Oberhand.

Im Einzelwettbewerb war Annett Kaufmann an Zwei gesetzt und musste deshalb in der Vorrunde nicht zum Schläger greifen. Nach einem Freilos sowie einem 3:0-Sieg gegen Monika Parizkova (Tschechechien) kam das Aus im Achtelfinale gegen die spätere Drittplatzierte Sun Xiaomeng aus China. Nach der 7:11, 4:11 und 8:11-Niederlage gab die TTC-Starterin zu Protokoll, „alles gegeben zu haben. Meine Gegnerin war einfach stärker.“

Durch zwei souveräne Erfolge gegen Irland (3:0) und Tschechien (3:1) zogen Annett Kaufmann und Sarah Rau (SC Niestetal) in die Hauptrunde der Mannschafts-Konkurrenz ein. Dort gab es jedoch eine 0:3-Niederlage gegen die favorisierte Auswahl Frankreichs.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel