Tischtennis Bietigheimer Fünf-Satz-Drama

TTC-Spitzenspielerin Karolina Mynarova (rechts) war an allen drei Bietigheimer Punkten beteiligt. Hier steht sie im Doppel mit Ivonne Wagner an der Platte. 
TTC-Spitzenspielerin Karolina Mynarova (rechts) war an allen drei Bietigheimer Punkten beteiligt. Hier steht sie im Doppel mit Ivonne Wagner an der Platte.  © Foto: Richard Dannenmann
Bietigheim-Bissingen / Von Matthias Grünenwald 12.02.2019

Sowas habe ich noch nie erlebt“, gab sich Mannschaftsführerin Yasmin Dietrich schwer ernüchtert nach der 3:6-Niederlage ihres TTC Bietigheim-Bissingen gegen den Tabellenletzten TTG Süßen. Sechs von sieben Fünf-Satz-Spielen entschieden die Gäste aus dem Filstal für sich und fuhren damit zwei wichtige Punkte im Kampf um den Verbleib in der Dritten Liga ein.

Dietrich verspielt 2:0-Führung

Den einzigen Fünf-Satz-Sieg sicherten sich Karolina Mynarova/Ivonne Wagner im Eingangsdoppel gegen Verena Volz/Celine Schlecker zur 1:0-Führung ihres Teams. Am Nebentisch gingen Natalia Mozler/Dietrich gegen Katharina Sabo/Katharina Binder schnell mit 2:0 in Führung, ehe die Süßenerinnen das Spiel noch in einen 3:2-Sieg drehten – der Beginn eines Dramas. Denn einem souveränen 3:0 von Mynarova gegen Binder folgten drei weitere Fünf-Satz-Niederlagen im ersten Einzeldurchgang zum 2:4-Halbzeitstand. Dabei unterlag Mozler Sabo nach einer 2:1-Führung im Entscheidungssatz. Dietrich ging gar mit 2:0 gegen Volz in Führung, ehe sie das Spiel noch aus der Hand gab. Wagner schien hingegen nach verlorenem ersten Spielabschnitt gegen Ann-Kathrin Ziegler die perfekte Taktik gefunden zu haben und gewann die beiden folgenden Sätze klar mit 11:6 und 11:3. Doch der Faden riss und am Ende stand eine 9:11-Niederlage im fünften Satz.

Mynarova brachte Bietigheim mit einem 3:1 gegen Sabo nochmals auf 3:4 heran, ehe Mozler den dritten 2:0-TTC-Satz-Vorsprung gegen Binder verspielte, was den Gästen eine 5:3-Führung bescherte. Den finalen Schlussakt des Dramas in der Untermberger Sporthalle zeigte dann Dietrich in ihrem Einzel gegen Ziegler. Einem 11:9 im ersten Durchgang folgten ein 5:11 und 6:11. Im vierten Satz schien die Wende zugunsten des TTC zu kommen. Mit 11:2 fegte die Bietigheimerin ihre Kontrahentin vom Tisch. Jedoch spielten auch ihr am Ende die Nerven einen Streich, sodass ein 7:11 im letzten Durchgang die endgültige Entscheidung für die Gäste bedeutete.

„Es gibt Tage, an denen soll es einfach nicht sein. Heute war wohl so einer. Wir können nicht sagen, dass wir schlecht waren, aber es hat immer das Quäntchen gefehlt“, war auch Wagner enttäuscht. Aufgrund der Niederlage haben die Bietigheimerinnen ihren Vorsprung auf die Abstiegsränge nicht weiter ausgebaut. „Es sind immer noch fünf Punkte. Aber wir haben eine große Chance liegen lassen, den endgültigen Schritt zu machen. So bleibt es bis zum Saisonende spannend“, analysierte Wagner.

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