Tischtennis Mädchen holen deutsche Meisterschaft

Bietigheim-Bissingen / Matthias Grünenwald 26.06.2018

Zum vierten Mal in der Vereinshistorie des TTC Bietigheim-Bissingen und dessen Vorgänger TSV Untermberg hat sich eine TTC-Jugendmannschaft den Titel auf nationaler Ebene gesichert. „Es ist ein großartiger Erfolg mit knapp fünf Jahren Vorlaufzeit“, freute sich TTC-Jugendcoach Florian Grünenwald über den Titelgewinn seiner U 18-Mädchen bei der deutschen Mannschaftmeisterschaft in Goslar-Oker (Niedersachsen). „Das war eine tolle Leistung unseres Quintetts. Es ist der maximal mögliche Erfolg für eine Jugendmannschaft.“

Bei der Ausspielung startete das Team um Natalia Mozler, Alexandra Kaufmann, Annett Kaufmann, Celine Henseling und Maike Dietrich mit einem glatten 6:0 gegen den Meister Thüringens, den Post SV Mühlhausen. Dabei mussten die Bietigheimerinnen gerade einmal zwei Sätze in den Eingangsdoppeln abgeben, ehe sie in den Einzeln klar die Spiele beherrschten.

Im zweiten Vorrundenspiel folgte ein weiterer 6:0-Erfolg über den hessischen Meister aus Biebrich. Im spannendsten Duell setzte sich Henseling beim Stand von 5:0 im Entscheidungssatz mit 13:11 gegen Marlene Zettl zum 6:0-Endstand durch. So kam es im letzten Gruppenspiel gegen den Meister des Westdeutschen Tischtennisverbandes, dem DJK BW Annen aus Nordrhein-Westfalen, zum Finale um den Gruppensieg, da auch die Annener Mädchen ihre ersten beiden Partien mit 6:3 (Biebrich) und 6:1 (Mühlhausen) für sich entschieden hatten. Hochkonzentriert gingen die TTC-Mädchen ans Werk und ließen ihren Gegnerinnen erneut keine Chance. Mit dem dritten 6:0-Sieg sicherten sie sich den Gruppensieg und den Einzug ins Halbfinale.

Bayern-Meistern ohne Chance

Dort traf die Auswahl aus Bietigheim-Bissingen auf den bayerischen Meister TSV Schwabhausen. Nach einer Punkteteilung in den Eingangsdoppeln durch einen Sieg von Mozler/Annett Kaufmann (3:0 gegen Sarah Diecke/Linda Borsbach) bei einer 1:3-Niederlage von Alexandra Kaufmann/Dietrich gegen Luisa Bruch/Marlene Gruber zog der TTC durch drei Einzelsiege von Mozler sowie den Kaufmann-Schwestern auf 4:1 davon. Ein Sieg von Gruber gegen Henseling brachte Schwabhausen nochmals auf 2:4 heran. Doch Mozler und Alexandra Kaufmann sorgten mit zwei weiteren glatten Siegen gegen Diecke und Bruch für den 6:2-Triumph.

Im Endspiel wartete mit dem TSV Schwarzenbek aus Schleswig-Holstein ein alter Bekannter. Bereits zum vierten Mal nach den Finals bei den Schülern (2009, 6:3 für Schwarzenbek) und bei den Jungen (2012 und 2014, jeweils Sieg für den TTC) standen sich beide Klubs in einem Finale um die deutsche Meisterschaft gegenüber. Es entwickelte sich ein packendes Spiel. Bis zum Stand von 4:4 war das Spiel ausgeglichen. Mozler/Annett Kaufmann im Eingangsdoppel (3:1 gegen Chiara Steenbuck/Julia Smolengo) sowie Mozler (3:0 gegen Steenbuck), Alexandra Kaufmann (3:1 gegen Steenbuck) und Annett Kaufmann (3:0 gegen Smolengo) sorgten für die TTC-Punkte.

So ging es in die letzten beiden Spiele, die den Bietigheimerinnen am Ende den Titel bringen sollten. Zunächst sorgte das jüngste TTC-Talent Annett Kaufmann mit einem 3:0 gegen Michelle Weber für die Bietigheimer 5:4-Führung. Diese Vorlage verwandelte Henseling mit einem weiteren 3:0-Erfolg über Smolengo zum 6:4-Finalsieg. Der Traum des deutschen Meistertitels war Realität – und die TTC-Mädchen und die Betreuer lagen sich freudestrahlend in den Armen.

„Wir hatten vor dem Turnier gehofft, dass es so ausgehen würde. Es ist so ein überragendes Gefühl“, gab sich auch Henseling nach dem letzten Spiel komplett erleichtert. „Wir haben über die gesamte Saison für diesen Moment gearbeitet. Es fühlt sich so gut an“ ergänzt Bietigheims Matchwinnerin Annett Kaufmann.

Für den TTC bedeutet der Titel die vierte deutsche Meisterschaft bei sieben Finalteilnahmen. „Es ist immer ein ganz besonderes Erlebnis, überhaupt bei dieser Meisterschaft teilnehmen zu dürfen. Wenn du dann dazu solche Erfolge feierst, zeigt es, dass du eine ganz besondere Arbeit machst. Es ist ein Wahnsinns­erfolg“, resümiert TTC-Vorstand Matthias Grünenwald den wiederholten Erfolg seiner Jugendabteilung. „Wir investieren so viel an Zeit, Leidenschaft und Geld in unsere Jugend – da machen solche Erfolge einfach nur stolz. Es ist die größtmögliche Belohnung für all das Engagement.“

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