Hallenhockey BHTC weiter ungeschlagen

Lina Rönsch – hier in Erwartung eines Schusses – bekam im Spitzenspiel Spielpraxis im Tor des BHTC.
Lina Rönsch – hier in Erwartung eines Schusses – bekam im Spitzenspiel Spielpraxis im Tor des BHTC. © Foto: Bietigheimer HTC
München / Von Manuela Meissner 22.01.2019

Auch im siebten Spiel nach dem Aufstieg in die 1. Regionalliga Süd bleiben die Hockeyfrauen des Bietigheimer HTC ungeschlagen. In der Partie beim beim bislang zweitplatzierten TuS Obermenzing erkämpften sie sich im Schlussspurt noch ein 6:6.

Von vornherein war den Bietigheimerinnen klar, dass die letzten vier Spiele der Saison eine ganz besondere Aufgabe werden würden, da der komplette Rest der Liga noch gegen den Abstieg spielt. Zwei Teams müssen sich nach der Saison aus der Liga verabschieden und neben der TG Frankenthal kann es auch nach dem viertletzten Spieltag noch jedes Team treffen. Dem BHTC reicht dagegen nach dem Punktgewinn ein weiterer Sieg aus den letzten drei Begegnungen, um den Meistertitel perfekt zu machen.

Gleich nach 20 Sekunden hätte das Team von Trainer Jürgen Fili in München in Führung gehen können. Melanie Senghaas verfehlte nur knapp das Tor. Auch Neele Fili verpasst kurz darauf das 1:0. Stattdessen drängten die Gastgeberinnen in den Bietigheimer Schusskreis und erspielten sich clever eine Ecke, die Felicitas Heinen zur Obermenzinger Führung verwandelte. Völlig ungewohnt geriet der BHTC in Rückstand, aus dem er sich aber zunächst immer wieder befreien konnte. Bereits in der sechsten Minute platzierte Senghaas nach Zuspiel von Ines Wanner den Ball unhaltbar im gegnerischen Tor. Direkt im Anschluss gingen die Gastgeberinnen aber durch Lara Bittel wieder in Führung.

Das Spiel ging temporeich weiter mit einem leichten Chancenplus für den BHTC. Nina Traxler brachte schließlich in der zwölften Minute den Ball auf Zuspiel von Sina Schönamsgruber zum 2:2 im Tor der Münchnerinnen unter. In der Folge bekam Obermenzing zwei Ecken zugesprochen. Die erste konnten die Bietigheimerinnen noch ablaufen, aber die zweite Ecke saß. Die Torschützin zum 3:2 hieß Lena Wenzel. In der 24. Minute nutzte auch der BHTC eine Ecke durch Ines Wanner zum 3:3. Doch noch vor der Pause traf Bittel zum 4:3.

Nach dem Seitenwechsel bot sich im Prinzip das gleiche Bild, allerdings mit einem Personalwechsel im Bietigheimer Tor. Lina Rönsch löste Laura Hegen ab, die bis dahin einen guten Job gemacht hatte. Der Torhüterwechsel war bereits vor dem Spiel abgesprochen. Das Tempo blieb weiter hoch und Obermenzing war meist einen Schritt schneller am Ball als der BHTC. In der 34. Minute bekam der TuS wegen Stockfoul einen Siebenmeter zugesprochen. Lina Rönsch ahnte die Ecke und verpasste nur knapp den Schuss von Heinen, die ihr zweites Tor zum 5:3 machte. Direkt nach dem Anspiel war es wieder Heinen, die den Ball abfing und zum 6:3 vollstreckte.

Trainer Jürgen Fili zog die Auszeitkarte und stellte sein Team nochmals neu ein. Tatsächlich lief es nach der Auszeit besser. Der BHTC fing sich, kämpfte und übernahm das Zepter. Trotzdem dauerte es weitere zehn Minuten, ehe Wanner eine Ecke zum 4:6-Anschlusstreffer nutzen konnte. Der TuS war nun verunsichert und machte vermehrt Fehler, die die Gäste aus dem Schwabenland gnadenlos ausnutzten. Greta Meissner traf zum 6:5. Das Spiel war nun wieder komplett offen. Der BHTC-Coach war schon drauf und dran die Torhüterin gegen eine sechste Spielerin zu tauschen, um eine Überzahlsituation herzustellen, doch dann traf Jana Filidoch noch zum 6:6. „Es war eine sagenhafte Mannschaftsleistung nach einem 3:6-Rückstand noch auf 6:6 heranzukommen“, freute sich Jürgen Fili nach dem Spiel.

Bietigheimer HTC: Hegen, Rönsch; Schönamsgruber, Meissner (1), Dina Fili, Wanner (2), Lindenberger, Neele Fili, Traxler (1), Senghaas (1), Merkle, Jana Fili (1).

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