Die Hockey-Frauen des Bietigheimer HTC haben mit einem 3:1-Heimsieg gegen den Tabellenfünften Nürnberger HTC die Rote Laterne der Zweiten Bundesliga Süd an Eintracht Frankfurt abgegeben. Durch die drei Punkte ist die Mannschaft von Trainer Jürgen Fili den Abstiegsplatz fürs Erste los.

Die Gastgeberinnen legten im ersten Viertel druckvoll los. Sie ließen den Ball laufen und erspielten sich so die ersten Möglichkeiten. Wieder war es die erste Ecke, die den Bietigheimerinnen in der zweiten Minute in Führung brachte. Ines Wanner hieß die Torschützin. Sie setzte den Ball unten links, unhaltbar für die Nürnberger Keeperin, ins Eck. Beflügelt von diesem Treffer spielte das BHTC-Team selbstbewusst weiter und beherrschte das Duell. Es fing die Bälle der Fränkinnen früh ab und versuchte, direkt wieder in den gegnerischen Kreis vorzudringen. Dies gelang auch in der zwölften Minute. Ein schnell ausgeführter Freischlag landete über drei Stationen im gegnerischen Netz. Greta Meissner vollstreckte zum 2:0.

Jana Fili erzielt im Fliegen das 3:1

Dieser zweite Gegenschlag weckte die Nürnbergerinnen auf. Sie setzen nun die Gastgeberinnen unter Druck. Nach einem schnellen Konter verkürzte das Team von Trainer Henry Schneider auf 1:2. Paula Enzelberger setzte sich durch und legte den Ball an der herauslaufenden Torhüterin Laura Hegen vorbei auf die mitlaufende Juliane Mücke, die den Ball nur noch ins leere Gehäuse lenken musste. Nun wurde es etwas hektisch, und es schlichen sich kleine Fehler beim BHTC ein. In der Pause nach dem ersten Viertel stellte BHTC-Coach Fili seine Mannschaft nochmals ein und appellierte an ihre Stärken. Dies zeigte Wirkung: Gleich zu Beginn des zweiten Viertels flankte Vanessa Merkle in den Schusskreis der Gäste, und Jana Fili vollendete im Fliegen zum 3:1 (17.).

Es ergaben sich Chancen auf beiden Seiten, aber ein Tor fiel nicht mehr. Zwischendurch hätte Trainer Fili gerne die Auszeit-Karte gezogen, die es aber bei einer Spielzeit von vier Vierteln nicht gibt. Trotzdem geriet der Sieg nicht mehr wirklich in Gefahr. „Wir hätten durchaus noch zwei, drei Tore nachlegen können“, sah Fili ein Chancenplus bei seiner Mannschaft. „Kampfgeist und Einsatzwille waren bei uns heute größer als beim Gegner. Vielleicht haben wir auch davon profitiert, dass Nürnberg bereits gestern gespielt hatte und wir nicht,“ sagte der Coach nach dem verdienten Heimerfolg.

Nun parkt der BHTC vorerst auf Platz sieben und wäre zumindest im Moment auch in der nächsten Saison in der Zweiten Bundesliga vertreten. Am 1. Juni geht es zu Hause weiter gegen den direkten Abstiegsrivalen aus Frankfurt. Die Hessinnen, die einen Punkt weniger auf dem Konto haben, verloren am Wochenende gegen Nürnberg und den TuS Obermenzing jeweils knapp.

Bietigheimer HTC: Hegen, Rönsch; Bauer, Wanner, Senghaas, Klösel, Neele Fili, Traxler, Merkle, Jana Fili, Gschweng, Knapp, Meissner, Schönamsgruber, Lindenberger, Hipp, Dina Fili.