Im dritten Saisonspiel der Bundesliga kassierten die MHP Riesen Ludwigsburg nach zuvor zwei Siegen mit dem 78:83 (22:25, 16:25, 17:18, 23:15) ihre erste Niederlage. Positiv war die Aufholjagd im letzten Viertel. Am Sonntag (17 Uhr) erwarten die Riesen Ratiopharm Ulm.

Bei den Ludwigsburgern rückte David Brembly für den verletzten Ariel Hukporti ins Team und feierte sein Saisondebüt. Trainer John Patrick setzte auf seine zuletzt bewährte Startformation mit Khadeen Carrington, Jaleen Smith, Nick Weiler-Babb, Thomas Wimbush und Hans Brase. Die Ludwigsburger erwischten erneut einen schwachen Start und lagen nach drei Minuten mit 2:8 in Rückstand. Die Riesen holten aber auf und gestalteten das Geschehen weitgehend ausgeglichen. Die Kreise von Rickey Paulding und Rasid Malbasic konnten sie aber nur ungenügend einengen. Die beiden und ihre Mitspieler zauberten vor allem im zweiten Viertel in der Offensive und verteidigten stark. Damit bauten die Gastgeber den knappen 25:22-Vorsprung aus dem ersten Viertel auf 18 Zähler aus. Durch zwei Distanztreffer konnten die Ludwigsburger bis zur Halbzeit auf zwölf Zähler verkürzen (50:38).

Zehn Punkte in Folge

Zu Beginn des dritten Viertels legten die Riesen einen 10:0-Lauf aufs Parkett. Dann übernahm Oldenburgs Nath Boothe das Kommando und punktete nahezu nach Belieben und aus allen Positionen. Mit 25 Zählern war er am Ende bester Scorer beim Sieger. Erfolgreichster Punktesammler bei den Gästen war Carrington mit 21 Zählern. Ludwigsburg erhöhte zwar die Intensität in der Defensive, wurde aber durch den verletzungsbedingten Ausfall von Weiler-Babb erheblich geschwächt. Die Gäste, die mit einem 55:68-Rückstand ins vierte Viertel gingen, wehrten sich zwar kraftvoll gegen die Niederlage, sorgten mit ihren Korberfolgen für Spannung, diese reichten aber nicht zum Ausgleich. Oldenburg kontrollierte die Partie und holte trotz der Ludwigsburger Aufholjagd den dritten Sieg im dritten Sieg, verbunden mit dem Sprung an die Tabellenspitze.

„Oldenburg war 35 Minuten deutlich besser. Ich bin stolz, dass wir am Ende gekämpft haben. Mit fünf Punkten hier zu verlieren, ist sicher nicht peinlich. Bei Oldenburg haben Boothe und Philipp Schwerthelm zusammen 40 Punkte gemacht. Sie waren schwer zu stoppen“, sagte Riesen-Trainer Patrick. Sein Oldenburger Kollege Mladen Drijencic meinte: „Das Ergebnis gibt nicht unbedingt den Spielverlauf wieder. Sowohl offensiv als auch defensiv haben wir über weite Strecken das Spiel kontrolliert.“