Hockey Auswärtssieg in allerletzter Minute

Neele Fili (rechts) erzielte ein Tor beim 4:3-Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt.
Neele Fili (rechts) erzielte ein Tor beim 4:3-Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt. © Foto: Bietigheimer HTC
Frankfurt / mm 04.12.2018

Im Spiel der Hockey-Regionalliga bei der Frankfurter Eintrach gewannen die Frauen des Bietigheimer HTC durch einen Treffer von Melanie Senghaas 14 Sekunden vor Schluss mit 4:3.

Motiviert und mit Selbstvertrauen waren die Frauen des Bietigheimer HTC in Frankfurt in das Spiel gestartet. Bereits in der neunten Minute erspielten sich die Bietigheimerinnen eine Ecke, die Ines Wanner zum 1:0 einnetzte. Die Eintracht erwies sich jedoch als ein anspruchsvoller Gegner. Der Verteidigungsblock der Gastgeberinnen bereitete den Bietigheimerinnen immer wieder Schwierigkeiten im Spielaufbau, sodass Frankfurt auch in den Schusskreis des BHTC eindringen konnte.

In der 13. Minute erspielten sich die Hessinnen eine Strafecke, die Farina Kuhnis zum 1:1-Ausgleich nutzte. Die Schützlinge von Trainer Jürgen Fili ließen sich in der Folge durch fragwürdige Entscheidungen der Unparteiischen aus dem Konzept bringen und beschäftigten sich zu sehr mit diesen Entscheidungen. Dies hatte  zur Folge, dass die Eintracht mehr und mehr das Spielgeschehen in die Hand nahm. Zehn Minuten vor der Halbzeitpause erkämpfte sich Frankfurt nach einem Freischlag das 1:2. Wieder brachte Kuhnis den Ball im Bietigheimer Tor unter. Durch eine erneute Strafecke in der 26. Minute erhöhte das Team von Trainer Olfa Horn durch Nora Ounzarni sogar auf 3:1 zum Seitenwechsel.

Die Pause nutzte Jürgen Fili, um sein Team auf dessen Stärken einzuschwören. Die Bietigheimerinnen pushten sich zudem gegenseitig. Dennoch war der Start in die zweite Halbzeit eher durchwachsen, sodass Trainer Jürgen Fili bereits in der 35. Minute eine Auszeit nahm. Er beruhigte seine Mädels und erinnerte sie an die besprochenen Ziele. Es fruchtete: Neele Fili erkämpfte sich kurz vor dem gegnerischen Schusskreis den Ball und belohnte sich mit dem Anschlusstreffer zum 2:3.

Frankfurt wirkte nun verunsichert, der BHTC spielten nun wieder mit mehr Sicherheit. Greta Meissner spielte im Alleingang drei Gegnerinnen aus und erzielte etwas glücklich den Ausgleichstreffer zum 3:3. Nun war die Partie wieder offen. Die Hessinnen zogen sich mehr in die eigene Hälfte zurück und zeigten sich deutlich defensiver, während die Bietigheimerinnen immer wieder in die gegnerische Spielhälfte drängten. Dennoch erspielte sich die Eintracht in der 47. Minuten eine Ecke, die Torhüterin Laura Hegen aber souverän verteidigte.

Beide Teams waren nach dem Verlauf des Spiels mit einem Unentschieden zufrieden. Die Spielwende kam in den letzten Sekunden. Sina Schönamsgruber spielte 20 Sekunden vor Schluss einen genialen Pass zum Senghaas, die am Kreis der Frankfurterinnen lauerte. Die Torschützenkönigin der Liga legte den Ball an Frankfurts Torhüterin vorbei und erzielte den späten Siegtreffer. Da sich die Torhüterin dabei verletzte, ersetzten sie die Gastgeberinnen in letzten Sekunden durch eine sechste Feldspielerin. Die Überzahlsituation konnten die Frankfurterinnen nicht mehr nutzen, sodass es beim 4:3 für Bietigheim blieb.

Durch den Sieg gegen Frankfurt bleibt Aufsteiger Bietigheim nach drei gewonnenen Spielen mit neun Punkten auf Tabellenplatz eins. Der Vorsprung auf die Eintracht beträgt drei Punke. Nachdem TuS Obermenzing gegen den 1. Haunauer THC patzte und das Spiel 4:5 verlor, und die TG Frankenthal sich von Schott Mainz mit einem 3:3-Unentschieden trennte, hat der BHTC nun sogar etwas Luft auf die Verfolger. Zum nächsten Spiel müssen die Bietigheimerinnen wieder nach Hessen, nach Hanau reisen. Das nächste Heimspiel bestreitet der BHTC am 15. Dezember (16 Uhr) gegen den TSV Schott Mainz.

Bietigheimer HTC: Hegen – Senghaas (1), Jana Fili, Neele Fili (1), Merkle, Meissner (1), Wanner (1), Lindenberger, Dina Fili, Schönamsgruber, Rönsch, Traxler.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel