Eishockey Aufstiegschance bietet Perspektiven

Steelers-Stürmer Max Lukes besitzt ein Zweitspielrecht und könnte daher auch in der DEL für die Nürnberg Ice Tigers spielen. In der DEL geht ab 2021 auch für Zweitligisten die Türe auf.
Steelers-Stürmer Max Lukes besitzt ein Zweitspielrecht und könnte daher auch in der DEL für die Nürnberg Ice Tigers spielen. In der DEL geht ab 2021 auch für Zweitligisten die Türe auf. © Foto: Avanti
Bietigheim-Bissingen / Claus Pfitzer 28.07.2018

In der Saison 2020/2021 wird in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) wieder um den sportlichen Aufstieg in die Eliteliga DEL gespielt. Auf einen gerelten Auf- und Abstieg haben sich die beiden Ligenverbände geeinigt. Seit Jahren hatten sich Vereine aus der DEL 2 und Fans für diese sportliche Lösung stark gemacht.

„Das ist ein großer und wichtiger Tag für das deutsche Eishockey. Endlich  hat die DEL 2 eine Perspektive. Als Standort mit einem DEL-tauglichen Stadion wird Bietigheim die nächsten zwei Jahre nutzen, um sich wirtschaftlich und sportlich auf diese Chance vorzubereiten. Jetzt haben wir, die Fans und Sponsoren ein gemeinsames Ziel. Ich freue mich auf diese großartige Herausforderung“, reagierte Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch auf die lang ersehnte Chance.

Bis es aber um die auch durch einen Aufstieg belohnte Meisterschaft im Jahr 2021 geht, müssen die Steelers noch zwei Spielzeiten absolvieren. Für die neue Saison stellt Schoch dem neuen Kader der Bietigheim Steelers für die Saison 2018/2019 in der DEL 2 ein gutes Zeugnis aus: „Er ist definitiv besser als in der vergangenen Saison und wird sportlichen Erfolg liefern.“ Die Mission Titelverteidigung übertrugen der Geschäftsführer und der Aufsichtsrat der Steelers GmbH dem 42-jährigen Deutsch-Kanadier Hugo Boisvert, der nach drei Jahren als Co-Trainer bei den Kassel Huskies seine erste Stelle als Cheftrainer antreten wird.

Los geht es mit dem ersten Eistraining in der EgeTrans-Arena am 6. August. Einen Tag später stellt sich Boisvert zuerst den Medien und ab 19.30 Uhr im Vereinsheim „Overtime“ des Fördervereins im Schatten der Arena den Fans vor. „Wir werden künftig ein etwas anderes, aber weiter erfolgreiches  Eishockey spielen“, kündigt Geschäftsführer Schoch für die Saison eins nach Erfolgstrainer Kevin Gaudet an. Dass auch die Zuschauer großes Interesse an der in Teilen neu formierten und verjüngten Mannschaft haben, zeigt die laut Schoch große Nachfrage nach Dauerkarten.

Den Job von Gaudets Ehefrau Robin Niderost als Fitnesscoach übernimmt Fabian Wolpert, als neuer Mannschaftsbetreuer fungiert Marco Schwarzer. Er löst den langjährigen Betreuer Frank Heider ab. Die „gute Seele der Steelers“ hat sich beruflich neu orientiert, steht aber mit Rat und Tat noch bereit. Geblieben vom Trainer- und betreuerstab ist nur Marc St. Jean, der weiter als Assistenztrainer und Sportlicher Leiter fungiert. „Wir haben auch drumherum ein junges, motiviertes Team“, so Schoch.

Der Kader für die kommende Saison steht, mit dem „Königstransfer“ Nikolai Goc (Adler Mannheim) und Dennis Swinnen (ERC Ingolstadt) gibt es zwei externe Neuzugänge. Die Steelers setzen verstärkt auf Förderlizenzspieler vom Oberligisten ERC Sonthofen und von den Nürnberg Ice Tigers aus der DEL. Aus Sonthofen sind das Torwart Roman Staiger, die Verteidiger Sean Morgan und Manuel Malzer sowie der Stürmer Fabian Voit. Aus Nürnberg kommen Verteidiger Pascal Große, der in der Vorsaison bei den Red Bull Salzburg gespielt hat und von den Ice Tigers unter Vertrag genommen wurde, und die Angreifer Maximilian Kislinger, Eugen Alanov und Luca Gläser.

Fabjon Kuqi und Yannick Wenzel haben eine Förderlizenz für Nürnberg, ebenso die Bietigheimer Meisterspieler Ilja Sharipov und Max Lukes. Neben diesem Duo gehören aus dem Kader der Meistersaison noch Max Prommersberger, Bastian Steingroß, Benjamin Hüfner, René Schoofs, Marcus Sommerfeld, Benjamin Zientek, Alexander Preibisch, Matt McKnight, Shawn Weller, Tyler McNeely, Norman Hauner und Frédérik Cabana in Boisverts Aufgebot.

Verteidiger soll noch kommen

„Wir werden unseren Kader nicht mehr erweitern, suchen aber ohne Druck noch einen offensiven Verteidiger. Er muss menschlich, sportlich und von den Finanzen her zu uns passen. Diese Stelle haben wir auch schon budgetiert“, berichtet Schoch.  „Mit Große und Morgan sowie eventuell Schoofs, der in den Playoffs als Verteidiger top gespielt hat, haben wir sechs Verteidiger und sind da gut besetzt. Im Sturm sind wir ohnehin komplett. Ein, zwei Spieler aus Nürnberg werden immer da sein. Für sie haben wir eine Wohnung angemietet“, erzählt Schoch.

Training vor Publikum am 15. August

Das erste öffentliche Training unter Trainer Boisvert findet am 15. August statt, dann reisen die Steelers in ein Trainingslager ins Pustertal. Dort treffen sie am 17. August auf den HC Pustertal und spielen auf der Rückreise am 19. August beim HC Innsbuck. Das einzige Testspiel in der EgeTrans-Arena steigt am 7. September gegen die Tilburg Trappers aus den Niederlanden, den   Abonnementsmeister der Oberliga Nord, der nicht aufsteigen darf. Gegen dessen unterlegenen Playoff-Finalpartner Deggendorfer EC startet der Meister am 14. September in die neue Saison. cp

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