Feldhockey Aufsteiger dicht vor dem ersten Sieg

Bietigheim-Bissingen / grm 10.10.2017

Am fünften Spieltag in der Zweiten Frauen-Bundesliga wäre dem Aufsteiger Bietigheimer HTC beinahe der erste Sieg gelungen. Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt führten die Bietigheimerinnen durch zwei Tore von Ines Wanner bis vier Minuten vor Schluss mit 2:0. Durch eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung kam Frankfurt zum Anschlusstreffer und glich 30 Sekunden später auch noch zum 2:2-Endstand aus.

„Das ist natürlich eine gefühlte Niederlage“, so BHTC-Coach Thomas Dauner. Nicht nur, dass sein Team plötzlich „Angst vor dem Gewinnen“ hatte, sondern auch die umstrittene Entscheidung unmittelbar vor dem 1:2 machte den Ärger des Trainers perfekt. „Bisher war ich vom Niveau der Schiedsrichter in der Zweiten Bundesliga begeistert, aber das hatte schon ein G’schmäckle“, meinte Trainer Dauner zur Ansetzung des Duos Raphael Adrien aus Wiesbaden und Natalie Giannouli aus Frankfurt – und das bei einem Spiel der Eintracht. „Ein Dreier wäre natürlich hilfreich gewesen. Aber da müssen wir jetzt durch“, meinte Dauner anschließend.

Gegen die Frankfurterinnen trat der BHTC selbstbewusst auf und beherrschte von Beginn an das Geschehen, hatte deutlich mehr Spielanteile. Die beiden Ecken in der ersten Halbzeit konnten die Gastgeberinnen aber nicht verwerten. In der zweiten Hälfte setzte der Aufsteiger sein hochmotiviertes Auftreten fort und in der 35. Minute gelang Wanner mit einem Schuss vom Kreisrand das 1:0. Der weitere Spielverlauf gestaltete sich offen mit Kontern auf beiden Seiten. In der 45. Minute war es wieder Wanner, die eine Ecke zur 2:0-Führung nutzte. Unter Protesten bejubelte Nora Ounzarni das 1:2 (56.). Der BHTC kam nicht mehr aus der eigenen Hälfte heraus und fing sich 30 Sekuden vor Spielende noch den Ausgleich durch Ikumi Yamaguchi zum 2:2 ein.

Bietigheimer HTC: Rönsch; Hegen, Schönamsgruber, Lindenberger, Kösel, Melanie Rummel, Kimmich, Sabrina Rummel, Traxler, Heisig, Gschweng, Wanner, Bürkle, Meissner, Knapp, Strobel, Senghaas.