Als beim Top-24-Bundesranglistenturnier in Dillingen an der Donau die Siegerehrung in der Schülerinnen-Konkurrenz durchgeführt wurde, stand auch ein Tischtennis-Talent des TTC Bietigheim-Bissingen auf dem Podium. Nach ihrem fünften Platz beim Top 48 in Norderstedt belegte Annett Kaufmann diesmal Position drei. Die Zwölfjährige löste damit das Ticket zum Top-12-Bundesranglistenfinale, das am 16. und 17. Februar in Lehrte ausgetragen wird. „Ich wollte mich für das nächste Turnier qualifizieren. Das habe ich geschafft und bin deshalb auch zufrieden“, so die Linkshänderin.

Hinter Katharina Bondarenko-Getz (SV Schott Jena) war Kaufmann an Position zwei gesetzt und stellte bereits in der Gruppenphase ihre gute Form unter Beweis. Bei den fünf Siegen gegen Anna Schüler (SV Friedrichsgabe), Vicky Jöckel (TTG Vogelsberg Herbstein/Lanzenhain), Hannah Pollmeier (TTV Hövelhof), Stella Lin Wonschik (TTG Ahrensburg) und Magdalena Hübgen (TTC Wemmetsweiler) wurde nicht ein Satz verloren. Durch einen weiteren 3:0-Erfolg zum Auftakt der Endrunde gegen Lisa Göbecke (DJK Biederitz) erreichte Annett Kaufmann mühelos das Halbfinale.

Im Kampf um den Einzug ins Endspiel verlor die Jugend-Nationalspielerin jedoch überraschend deutlich mit 8:11, 8:11 und 7:11 gegen die spätere Turniersiegerin Naomi Pranjkovic (SV DJK Kolbermoor). „Bei mir lief nicht viel zusammen. Außerdem hat Naomi sehr gut gespielt und deshalb auch verdient gewonnen“, zeigte sich Kaufmann als faire Verliererin. Der Sprung auf das Podest gelang durch einen abschließenden 3:0-Sieg gegen Turnierüberraschung Lea Lachenmeyer vom TTC Frickenhausen.

Natalia Mozler erreicht ihr Ziel

Auch im Mädchen-Wettbewerb wird beim Top 12 eine TTC-Nachwuchsspielerin am Start sein. Natalia Mozler löste auf Platz sechs die Fahrkarte. Mit vier Siegen sowie nur einer Niederlage feierte die 17-Jährige den Gruppensieg. Gegen die anschließende Turnier-Dritte, Sophia Deichert (RV Viktoria Wombach), gab es im Viertelfinale jedoch eine 0:3-Pleite. Durch Erfolge gegen Lea Fath (TV Hofstetten) und Finja Hasters (Spvg. Oldendorf) qualifizierte sich die Drittliga-Spielerin für die Begegnung um Platz fünf. Gegen Wenna Tu (NSU Neckarsulm) gab es jedoch eine 2:3-Niederlage. „Ich wollte unter die besten Acht kommen und bin deshalb mit dem Ergebnis zufrieden. Spielerisch ist allerdings noch mehr drin“, verriet Mozler.

Drei Wochen nach ihrem Triumph beim Top 48 lief es für Alexandra Kaufmann dagegen nicht wie gewünscht. Auf Position 15 verpasste die 16-Jährige die Top-12-Qualifikation deutlich. „Es ist durchaus möglich, dass ich mich nach meinem ersten Platz zu sehr unter Druck gesetzt habe. Vieles war nämlich Kopfsache.“ Mit drei Siegen und zwei Niederlagen, unter anderem in fünf Durchgängen gegen Natalia Mozler, schloss Kaufmann die Gruppenphase auf Position drei ab. Trotzdem hätte es noch zur Teilnahme am Bundesranglistenfinale reichen können, wenn die Partie gegen Anni Zhan (Anrather TK RW) nicht unglücklich mit 9:11 im letzten Abschnitt verloren gegangen wäre. Anschließend spielte das Bietigheimer Eigengewächs nur noch um die Positionen zwölf bis 16.