Fußball Abwehrbollwerke mit Geduld knacken

Marius Kunde (rechts) kehrt beim FSV 08 Bissingen ins Team zurück, nachdem er beim 3:2-Sieg in Bahlingen zur Pause angeschlagen ausgewechselt wurde.
Marius Kunde (rechts) kehrt beim FSV 08 Bissingen ins Team zurück, nachdem er beim 3:2-Sieg in Bahlingen zur Pause angeschlagen ausgewechselt wurde. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen/Freiberg / sim 10.11.2018

Rein auf den Tabellenstand bezogen stehen für den FSV 08 Bissingen und den SGV Freiberg an diesem Samstag in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg eher leichtere Aufgaben an. Die Nullachter empfangen um 14.30 Uhr den 1. FC Normannia Gmünd am Bruchwald. Der Aufsteiger hat bei einem Sieg und sechs Unentschieden bislang erst neun Punkte gesammelt und hängt in der Abstiegszone fest.

Die sechs Unentschieden sind ein Indiz für Alfonso Garcia, dass das Team von der Ostalb besser ist, als es dasteht. „Die Gmünder haben gegen Reutlingen, Freiberg und Ravensburg einen Punkt geholt. Die Mannschaft hat eine gute Entwicklung genommen, von den letzten sieben Spielen nur eines verloren. Sie ist inzwischen in der Liga angekommen“, warnt Garcia. Die Stärke der Normannen sieht er in der Defensive und einem langen Atem. „Sie stehen gut und punkten oft hinten raus“, so der Trainer der Nullachter.

Ob der Spielweise der Gmünder erwartet Garcia von seinem Team: „Wir dürfen nicht ungeduldig werden, müssen sie immer wieder unter Druck setzen und dabei den Ball so schnell wie möglich laufen lassen.“ Ein frühes Bissinger Tor würde ihm zwar in die Karten spielen, „aber eigentlich ist mir egal, wann das Tor fällt – Hauptsache, es fällt. Es ist wichtig, dass wir im letzten Heimspiel vor der Winterpause einen Dreier holen.“

Hemmerich vier Spiele gesperrt

Personell kann Garcia nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Pascal Hemmerich, der im letzten Spiel die Rote Karte gesehen hat und für vier Spiele gesperrt wurde, wird sicher fehlen. Als Alternative nennt der FSV-Trainer Marco Rienhardt: „Er trainiert schon die gesamte Saison bei uns mit und hat im letzten Spiel in der zweiten Mannschaft dreimal getroffen.“ Marius Kunde, der in Bahlingen zur Pause angeschlagen ausgewechselt wurde, hat seit Dienstag wieder normal mit der Mannschaft trainiert und ist einsatzbereit. Oskar Schmiedel pausierte am Anfang der Woche wegen eines grippalen Infekts, ist aber wieder fit.

Noch gefährlicher als Gmünd scheint der SV Linx, Gegner des SGV Freiberg an diesem Samstag (14 Uhr) im Wasenstadion zu sein. „Die Linxer sind ein bisschen eine Wundertüte. Das ist eine Mannschaft mit sehr viel Qualität. Aber sie hatten bislang ein bisschen Verletzungspech“, blickt SGV-Trainer Ramon Gehrmann auf den kommenden Gegner. Die Südbadener hängen zwar in der Abstiegszone fest, haben mit 16 Punkten aber eher Anschluss ans Mittelfeld als ans Tabellenende. Für Gehrmann ist es deshalb ganz wichtig, den Tabellenplatz auszublenden. „Wir lassen ja gerne mal gegen vermeintlich schwächere Teams Punkte liegen. Deshalb müssen wir unsere bestmögliche Leistung abrufen“, so der Freiberger Coach.

Wie Garcia fordert er von seinem Team Geduld, denn er erwartet, dass Linx sehr tief stehen wird. „Sie haben sehr robuste, große Spieler“, berichtet Gehrmann. Deshalb soll sich vor allem der Ball sehr viel bewegen, wenig auf Einzelaktionen gesetzt werden. Weil aber auch die Stürmer Adrian Vollmer und Marc Rubio mit neun und sieben Toren alles andere als ungefährlich sind, verlangt er eine gute Absicherung der Offensivbemühungen.

„Das wird ein ähnliches Spiel wie zuletzt in Ilshofen, die standen auch eher hinten drin“, ist sich Gehrmann sicher. Vor allem die Umschaltaktionen müssten deshalb gut ausgespielt werden. Eine frühe Führung wäre ihm aber auch recht. „Zweimal hat es ja auf unserem Kunstrasen schon in der ersten Minute geklappt“, blickt er zurück.

Personell hat sich nicht viel geändert. Denis Latifovic fehlt weiterhin wegen eines Knochenödems. Schlimmer als zunächst angenommen ist allerdings die Verletzung von Niklas Pollex. Er hat sich das Knie verdreht und wird längere Zeit ausfallen. „Da ist alles kaputt“, so Gehrmann.

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