Frauenhandball „Wir sind maximal vorbereitet“

Neuzugang Laura van der Heijden (Mitte) will sich mit der SG BBM beim Turnier in Polen für die Champions League qualifizieren. Hier setzt sie sich im Testspiel gegen Göppingen durch.
Neuzugang Laura van der Heijden (Mitte) will sich mit der SG BBM beim Turnier in Polen für die Champions League qualifizieren. Hier setzt sie sich im Testspiel gegen Göppingen durch. © Foto: Marco Wolf
Bietigheim-Bissingen / js 08.09.2018

Die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim haben in dieser Saison viel vor (die BZ berichtete). Das erste Ziel ist am Wochenende im polnischen Lublin die Qualifikation zur Champions League. Erster Gegner wird an diesem Samstag (16 Uhr) der spanische Meister Super Amara Bera Bera sein. Dies ist aber nur die erste Hürde. Im Finale wartet dann möglicherweise am Sonntag der Gastgeber MKS Perla Lublin.

Passende Testspielgegner

SG-Trainer Martin Albertsen weiß, was auf ihn zukommt. Er hat sich extra Testspielgegner ausgesucht, die einen ähnlichen Handball wie der spanische Meister Bera Bera spielen. Vor allem die beiden Spiele gegen Metz beim Wittlicher Handball-Cup und beim französischen Serienmeister, aber auch das verlorene Finale beim Elek Gyula Cup in Budapest gegen den Gastgeber FTC-Rail Cargo Hungaria, ein europäisches Schwergewicht, waren wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Champions-League-Qualifikation. Albertsen setzte sein Team da bewusst einem System aus, mit dem es in der Vergangenheit nicht so gut klar kam. „Bera Bera spielt ganz typisch für spanische Mannschaften mit sehr schnellem Angriff und sehr intensiver Defensive“, sagt der Däne.

Die Spanierinnen setzen neben den eigenen Kräften vor allem auf Spielerinnen von Ex-Weltmeister Brasilien, unter anderem auf die ehemalige Bietigheimerin Fernanda da Silva. Doch den temporeich und aggressiv zu Werke gehenden spanischen Meister hält Albertsen vielleicht noch für das kleinere Übel. „Im Finale treffen wir wahrscheinlich auf die Gastgeber. Die spielen oftmals zu Hause vor bis zu 4000 Zuschauern. Das wird die Hölle“, sagt der Bietigheimer Coach.

Ein bisschen hofft er dabei auf die Rolle des unterschätzten Außenseiters. „Wir spielen auf jeden Fall gegen Meister, das sind wir nicht“, macht Albertsen ein wenig auf Understatement. Dabei ist es genau das, was er normalerweise am deutschen Handball am wenigsten mag. „Das Produkt Frauenhandball in Deutschland ist viel besser, als es viele Trainer darstellen“, findet der Coach. „Viele wollen nur hinterher gut dastehen, wenn sie etwas schaffen, was sie vorher quasi für unmöglich erklärt haben“, so Albertsen weiter. So könne man jedoch keine Zuschauer ziehen. Genau die will der 44-jährige Däne aber zur Champions League dann nach Ludwigsburg locken. Und deshalb sagt er auch: „Wir sind maximal vorbereitet.“ Er glaubt also fest daran, dass er die Qualifikation schaffen kann.

Erster Bundesliga-Spieltag steht an

An diesem Samstag startet die Handball-Bundesliga Frauen (HBF) nach einer dreimonatigen Sommerpause in die neue Saison. Den Auftakt machen um 16.30 Uhr die HSG Blomberg-Lippe mit Neutrainer Steffen Birkner und die HSG Bad Wildungen Vipers. Der deutsche Meister und Supercup-Sieger Thüringer HC empfängt um 18 Uhr die Schwaben Hornets aus Nellingen. Während Pascal Morgant mit seinem neuen Team, der Neckarsulmer Sport-Union, und die TuS Metzingen unter Leitung von Ex-Blomberger André Fuhr zum Schwabenduell bitten, ist Neuling SV Union Halle-Neustadt zu Hause gegen den Pokalsieger Oldenburg gefragt. Um 19 Uhr treffen die Flames aus Bensheim/Auerbach auf den Buxtehuder SV. Das letzte Match des Abends ist um 19.30 Uhr das Duell Dortmund gegen Frisch Auf Göppingen. Die SG BBM hat wegen der Champions-League- Qualifikation in Polen erst am Mittwoch, 12. September, in der Viadukthalle gegen Leverkusen ihr erstes Bundesliga-Spiel. bz/ae

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