Bietigheim-Bisingen / Jan Simecek  Uhr

Die Enttäuschung bei den Handballern der SG BBM Bietigheim nach dem hauchdünn verpassten Klassenerhalt sitzt immer noch tief. Geschäftsführer Bastian Spahlinger versucht sich dennoch an einem Resümee. „Handball ist spannend, packend, emotional und manchmal auch einfach nur brutal“, sagt Spahlinger. „Die Tränen sind noch nicht ganz getrocknet, und vermutlich brauchen wir alle noch ein paar Tage, um uns zu sammeln und dieses mehr als dramatische Saisonfinale abzuhaken. Ein Tor hat uns am Ende zum Klassenerhalt in der Ersten Liga gefehlt“, blickt Spahlinger auf das 25:25 gegen den VfL Gummersbach zurück. „Die Trauer sitzt tief. Denn auch wenn man es als Aufsteiger immer schwer hat und damit rechnen muss, wieder abzusteigen: Nach der Entwicklung in den letzten Monaten wäre der Klassenerhalt einfach nur verdient gewesen.“ Wenn auch der Schmerz im Moment überwiege, ist er sich sicher, dass bei allen Beteiligten bald der Stolz auf das Einkehr hält, was alle zusammen erreicht haben – von den treuen Fans über die Mannschaft bis zu den Sponsoren, und allen Helfern hinter den Kulissen. „Wir haben viele überrascht und gezeigt, dass wir einen großen Schritt weiter sind als im Premierenjahr 2014/15“, erklärt der SG-Geschäftsführer.

Und eben jenen, die zur so denkbar knapp gescheiterten Saison beitrugen, fühlt sich Spahlinger zu Dank verpflichtet. „Danke an unser fantastisches Publikum. Die überragende Kulisse im Abstiegsfinale, die Gänsehaut-Atmosphäre vor ausverkauftem Haus, die uneingeschränkte Unterstützung und den Zusammenhalt – auch als der Abstieg bereits feststand – werden wir nie vergessen. Unsere Fans haben über die ganze Saison hinweg gezeigt, dass sie absolut erstklassig sind“, lobt der 36-Jährige. Trotz des verpassten Saisonziels gilt ähnliches auch für die Mannschaft und das Team hinter dem Team. „Als Aufsteiger und großer Außenseiter haben wir uns Respekt in ganz Handballdeutschland erarbeitet und gezeigt, was mit Mentalität, Wille und Teamgeist möglich ist. Diese Truppe wird schnell wieder aufstehen und stärker zurückkommen als je zuvor“, ist sich Spahlinger sicher.

Darüber hinaus gibt es viele Faktoren, die dazu beitrugen, dass die SG BBM dieses Mal mehr Eindruck hinterließ, als beim ersten Aufstieg 2014/15. „Ich muss mich dafür bei meinem Team auf der Geschäftsstelle und den vielen ehrenamtlichen Unterstützern bedanken. Wir haben hinter den Kulissen zahlreiche Stunden und weit über das normale Pensum hinaus für den Erfolg geackert“, erzählt der Geschäftsführer.

Er vergisst aber auch nicht die Sportstadt Bietigheim-Bissingen und die Steelers, ohne deren Unterstützung dieses Finale mit dieser bombastischen Atmosphäre überhaupt nicht möglich gewesen wäre. Genauso wie die Partner, die alles finanzieren. Weil sich Spahlinger da zuverlässiger Unterstützung sicher sein kann, kann er auch einen selbstbewussten Ausblick auf das Kommende geben: „Wir gehen keinen Schritt zurück, wir nehmen nur Anlauf.“