Nachgefragt „Hätte einstellig bleiben können“

Jonathan Fischer freute sich über sein erstes Bundesliga-Tor.
Jonathan Fischer freute sich über sein erstes Bundesliga-Tor. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen / ae 10.09.2018

Im Interview äußerte sich Rückraumspieler Jonathan Fischer nach der 21:36-Niederlage der SG BBM Bietigheim darüber, wie es ist, gegen eine Weltklasse-Mannschaft wie die Rhein-Neckar Löwen aufzulaufen – und über seine ersten beiden Bundesliga-Tore.

Mit 15 Treffern Unterschied verloren – wie beurteilen Sie das Ergebnis?

Jonathan Fischer: Die Niederlage ist schon etwas zu hoch ausgefallen. Es hätte einstellig bleiben können. Von Anfang an war zu sehen, dass die Rhein-Neckar Löwen klar stärker waren. Unser Ziel war, lange mitzuhalten und sie zu ärgern. Das hat eigentlich im ganzen Spiel nicht geklappt, auch wenn wir phasenweise gut mitgespielt und mit Tempospiel viele schnelle Tore gemacht haben. Hinten in der Abwehr merkt man aber schon die körperliche Überlegenheit und die Spielintelligenz der Löwen. Obwohl sie in der zweiten Halbzeit nur mit ihrer zweiten Garde gespielt haben, hat es für sie locker gereicht.

Aber so ein Weltklasse-Team ist ja auch nicht ein Gegner, gegen den ein Aufsteiger Punkte erwarten kann.

Nein, wir sind da schon realistisch. Ich schätze, Kiel wird am nächsten Sonntag auch noch mal eine richtige Hausnummer. Dann kommen aber Gegner, gegen die man gewinnen kann und auch muss, wenn man die Klasse halten will. Da müssen wir voll fokussiert sein und alles reinlegen.

Sie haben Ihre ersten beiden Erstliga-Tore erzielt. Ein schönes Gefühl?

Das erste Tor gleich gegen die Rhein-Neckar Löwen – das kann nicht jeder von sich behaupten. Ich habe nach dem ersten Treffer auch meinen Eltern und meinen Kumpels aus meinem Heimatdorf auf der Tribüne zugewinkt.

Ist die Ehrfurcht groß, wenn Sie auf dem Feld auf Stars wie Mads Mensah Larsen treffen?

Im Spiel denke ich gar nicht daran. Für mich sind das ganz normale Handballer – wie jeder andere auch. Natürlich weiß man um die Klasse dieser Spieler, aber auf der Platte merkt man gar nicht so recht, gegen wen man gerade spielt. Dann konzentriert man sich auf sich. Beim Warmmachen oder auf der Bank wird einem eher bewusst, dass man gegen einen besonderen Gegner spielt und hat einen gewissen Respekt.

Was sagen Sie zur Kulisse?

Ich war überrascht, dass so ein Spiel wie gegen die Rhein-Neckar nicht ausverkauft ist. Bei uns daheim wäre jeder in der Halle gewesen. Ich habe damals hier das Aufstiegsspiel miterlebt, da waren rund 3000 Fans in der Arena. Aber die Stimmung war trotzdem richtig gut.

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