Von Ehrung zu Ehrung geht’s für das große Killertäler Radsporttalent Alessa-Catriona Pröpster. Am Samstag, 19. Januar, wird die amtierende Teamsprint-Junioren-Weltmeisterin jetzt tatsächlich doch auch noch von ihrer Heimatgemeinde gewürdigt – im Rahmen des 29. Junginger Neujahrs-Bürgertreffs (siehe Kasten). Doch zuvor kommt sie an diesem Sonntag, 13. Januar, noch ins Fernsehen, weil sie in Rheinland-Pfalz (wo ihr Verein RSC Ludwigshafen angesiedelt ist) bei der Sportler-des-Jahres-Wahl auf dem Zettel steht.

Von null auf hundert

Für die mittlerweile 18-Jährige hat sich seit August, als sie im schweizerischen Aigle Junioren-Weltmeisterin wurde, einiges verändert. „Von null auf hundert ins öffentliche Rampenlicht“, beschreibt ihr Vater Klaus Pröpster die Entwicklung.

Der Ehrungsmarathon begann in ihrer neuen Wahlheimat Kaiserslautern, wo Alessa-Catriona Pröpster im Heinrich-Heine-Gymnasium zusammen mit anderen Radsportlern ihrer Schule ausgezeichnet wurde. Darauf folgte beim RSC Ludwigshafen im dortigen Velodrom ein Empfang mit der Bürgermeisterin von Ludwigshafen. Am Ende des Jahres wurde die Killertälerin zur Junioren-Sportlerin des Jahres in Ludwigshafen ernannt.

Bei der Radsportlerwahl des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) belegte Alessa-Catriona Pröpster in der Gesamtwertung, in der auch namhafte männliche Kollegen vertreten waren, den vierten Gesamtrang. Den gesellschaftlichen Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere erlebte sie dann in Seeheim-Jugenheim: Zur Sport-Gala des Bund Deutscher Radfahrer waren ausschließlich Medaillengewinner von Europa- und Weltmeisterschaften geladen. BDR-Präsident Rudolf Scharping begrüßte die Sportler und fand würdigende Worte.

Am bevorstehenden Wochenende findet im holländischen Apeldoorn ein internationaler Bahnwettkampf für Junioren statt. Sportler aus 30 Nationen nehmen daran teil. Alessa Pröpster wurde von Bundestrainer Jörg Winkler nominiert. Dort kann sich die Jungingerin der Konkurrenz zum ersten Mal im Weltmeister-Trikot stellen. Die Wettkämpfe gelten für sie als Standortbestimmung, nachdem sie im Herbst an den Folgen eines Muskelbündelrisses zu leiden hatte.

Allerdings muss die Junioren-Weltmeisterin am Sonntag auf die abschließenden Wettkämpfe verzichten, da sie bereits um 16 Uhr in der „Maske“ im SWR-Funkhaus in Mainz sitzen muss. Denn die ehemalige RSG-Zollernalb-Fahrerin wurde von einer Jury von rheinland-pfälzischen Sportjournalisten und Vertretern des Landessportbundes für die Wahl der Junioren-Sportler des Jahres in Rheinland-Pfalz nominiert.

Im Rahmen der „Landessportlerwahl“ wird Alessa-Catriona Pröpster zusammen mit Manuel Wagner der Nachwuchsförderpreis Rheinland-Pfalz verliehen. Zeitgleich werden an diesem Abend auch die Sportlerin, der Sportler und die Mannschaft des Jahres gewählt. Zu den nominierten Sportlerinnen gehört auch Alessas Team-Kollegin Miriam Welte, die Olympia-Siegerin und amtierende Weltmeisterin.

Die Live-Sendung wird vom SWR Fernsehen (Rheinland Pfalz) aufgezeichnet und noch am selben Abend, Sonntag, 13. Januar, zeitversetzt um 21.45 Uhr in der Sendung „Flutlicht“ unter der Leitung von Christian Döring ausgestrahlt.

Und wie verändert plötzlicher Ruhm einen Menschen? Alessa-Catriona Pröpster verspricht: „Auch wenn das alles sehr ungewohnt und neu für mich ist, bleibe ich die Alte.“

Große Bühne in Mainz und in Jungingen


Die Sportlerwahl des Landes Rheinland-Pfalz mit Alessa-Catriona Pröpster als Kandidatin bei den Juniorinnen findet am kommenden Sonntag, 13. Januar, statt. Die Aufzeichnung ist am Abend ab 21.45 Uhr in der Sendung „Flutlicht“ im SWR-Fernsehen Rheinland-Pfalz zu sehen.

Lange vermisst hat die Öffentlichkeit eine Würdigung der Weltmeisterin durch ihre Heimatgemeinde Jungingen. Nachgeholt wird sie beim Neujahrs-Bürgertreff, zu dem Bürgermeister Harry Frick am Samstag, 19. Januar, um 19.30 Uhr in den Saal des Feuerwehrgerätehauses lädt.