Die Basketballer der TSG Reutlingen haben am Samstagnachmittag eine deftige 75:118 (38:58)-Niederlage beim Aufstiegsfavorit Fellbach Flashers hinnehmen müssen. Die stark dezimierten Ravens, bei denen neben Timo Fischer (persönliche Gründe) und Niko Dejanovic (krank) auch noch Lino Duarte und Michael Hägele (beide erkältet) nicht im Vollbesitz in ihrer Kräfte waren, mussten auch noch den Verlust von Nikola Gaurina Anfang des zweiten Viertels aufgrund zweier unsportlicher Fouls hinnehmen. Dies war der Wendepunkt der Partie, die beim 31:31 Anfang des zweiten Viertels noch völlig ausgeglichen war. Fellbach untermauerte mit dem hochkarätigen und vollständigen Kader seine Ambitionen.
Die TSG startete trotz schlechter Vorzeichen aufgrund der dünnen Personaldecke gut in die Partie gegen den hochkarätig besetzten Fellbacher Kader, die zahlreiche Spieler mit Pro-B- und Pro-A-Erfahrung aufweisen können. Von Anfang an entwickelte sich ein hitziges Spiel und beide Teams zeigten sich treffsicher. Fellbach gewann das erste Viertel knapp mit 27:25. Auch die ersten Minuten des zweiten Viertels liefen völlig ausgeglichen.

Gaurina muss früh raus

Der starke Nikola Gaurina erzielte bereits seinen dritten Dreier zum 31:31. Danach leistete er sich jedoch ein fragwürdiges, unsportliches Foul. Sein zweites bereits in der Partie und damit der Spielausschluss. Die TSG war somit vor allem auf den großen Positionen nun neben Nick Mosley und David Grubic komplett blank. Dies sollte den Wendepunkt der Partie markieren. Bei Fellbach lief nun alles zusammen, egal ob von außen oder am Korb. Alles wollte gelingen und mit einem Dreier zur Halbzeitpause wurde sogar noch der 20-Punkte-Vorsprung hergestellt (58:38).
In der zweiten Halbzeit gleiches Spiel. Die Ravens wurden zunehmend müde, während die Gastgeber zwölf frische Spieler rotieren konnten und damit viel Druck erzeugten. Dies führte zu zahlreichen Fehlern der TSG, welche Fellbach gnadenlos ausnutzte. Der Vorsprung wuchs auf 40 Punkte und spätestens nach dem dritten Viertel ergaben sich die Ravens vollends ihrem Schicksal an einem Tag, an dem nichts zusammenlaufen wollte.

Ravens ohne Chance

Satte 118 Punkte in 40 Spielminuten brachten die starken Flashers am Ende auf die Anzeigentafel. Nach einem sehr durchwachsenen Start für die eigenen Ansprüche mit 4:3 Siegen zeigte Fellbach an diesem Abend das volle Potenzial. Trotz der 118 Punkte stellte die TSG mit Noel Duarte, der 21 Punkte markierte, den Topscorer der Partie. Für die TSG heißt es schnell wieder auf die Beine kommen, denn am kommenden Wochenende wartet auswärts mit dem TV Langen das nächste Topteam.
Headcoach Vasilis Tsouknidis: „Solche Spiele wird es 1-2 Mal in der Saison geben. Beim Gegner läuft alles und bei dir nichts. Dazu waren wir extrem ersatzgeschwächt. Nach dem Ausscheiden von Nikola konnte ich im Endeffekt nur noch sechs fitte Spieler rotieren. Der Rest war angeschlagen oder gar nicht dabei. Dann gehst du gegen ein mit Topspielern gespicktes Team natürlich unter. Wir müssen jetzt schnell fit werden und werden auch versuchen den Kader vor der Transferdeadline (30.11) noch zu erweitern, um auf solche Tage besser reagieren zu können.
Ravens: Duarte, N. (21 Punkte), Grubic (17), Dronjic (14), Gaurina (9), Mosley (8), Masic (6), Duarte, L., Kalogiannis, Hägele.