Handball Zum Saisonauftakt in den Ruhrpott

Die Frisch-Auf-Frauen müssen zum Saisonauftakt am heutigen Samstag bei Borussia Dortmund auf die verletzte Rückraumspielerin  Prudence Kinlend verzichten.
Die Frisch-Auf-Frauen müssen zum Saisonauftakt am heutigen Samstag bei Borussia Dortmund auf die verletzte Rückraumspielerin Prudence Kinlend verzichten. © Foto: Eibner
Göppingen / Holger Riegel 08.09.2018

Nach zwei Monaten Vorbereitung scharren die Göppingerinnen regelrecht mit dem Hufen und sehnen nach vielen Trainingseinheiten den Saisonstart herbei. „Klar, wir sind richtig heiß und freuen uns, dass es endlich wieder losgeht“, beschreibt die neue Spielführerin Iris Guberi­nic die Stimmungslage in ihrer ­Mannschaft.

Die gleiche Vorfreude erkennt man auch im Gesicht von Aleksandar Knezevic. „Es wird wirklich Zeit, dass es wieder losgeht“, beschreibt der Trainer seinen Gemütszustand. Der Coach geht in seine zehnte Saison bei den Frisch-Auf-Frauen und ist damit einer der Dauerbrenner der Liga. Allerdings geht Knezevic nicht sorgenfrei in die Jubiläumsrunde.

Der Kader der Grün-Weißen ist aktuell lediglich mit zwölf Spielerinnen besetzt. Vor allem die Verletzung von Prudence Kinlend liegt dem Trainer schwer im Magen. „Hinter ihrem Einsatz steht ein sehr, sehr großes Fragezeichen und wir werden zum Start sicherlich nichts riskieren“, beschreibt er die Chance auf ein Mitwirken seiner Rückraumspielerin. Ein herber Schlag, denn letzte Saison war Kinlend nicht nur beste Feldtorschützin der Frisch-Auf-Frauen, sondern eine Stütze in der Defensive. Allerdings haben die Testspiele der vergangenen Wochen gezeigt, dass der Ausfall mit mannschaftlicher Geschlossenheit durchaus kompensiert werden kann. So war Knezevic mit dem finalen Testspiel gegen den Vizemeister aus Bietigheim trotz der 23:29-Niederlage zufrieden.

„Wie letztes Jahr muss unsere Defensive die Basis für Erfolge sein und im Angriff gilt es besonnen und diszipliniert zu Werke zu gehen“, weiß Knezevic nur zu gut. Und auch seinem verlängerten Arm auf dem Feld ist sich bewusst, wo der Grundstein gelegt werden sollte. „Wir müssen in der Abwehr gut stehen und vorne konzentriert agieren“, gibt Iris Guberinic die Parole aus. Es klingt nach einer guten Marschroute für das Spiel gegen den letztjährigen Tabellenvierten  Dortmund, der aber letztlich nur ein Pünktchen mehr auf dem Konto hatte als die Göppinger Handballerinnen.

Trotz dieser sehr guten Platzierung und der Qualifikation für das internationale Geschäft trennte sich die Borussia von Trainerin Ildiko Barna und heuerte mit Norman Rentsch einen neuen Coach an. Der kennt den Frauenhandball und die Bundesliga bestens, stand er doch bis zur Insolvenz des HC Leipzig im Jahr 2017 drei Jahre auf der Kommandobrücke des sächsischen Traditionsvereins. Nun gilt es für Rentsch, die letztjährige Position zu bestätigen und die Dortmunderinnen in der Spitzengruppe zu etablieren. „Wir wollen zur absoluten Spitze gezählt werden“, geben die Schwarz-Gelben ihre Philosophie und Zielsetzung aus. Dafür wurde auch einiges im Kader bewegt, was fünf Neuzugänge deutlich machen. Die Stützen der Mannschaft sind aber weiterhin die bekannten Gesichter. Mit Clara Woltering steht eine der weltbesten Torhüterinnen im Gehäuse, in der Abwehr sorgt Anne Müller für Stabilität und vorne sind Svenja Huber und Nadja Madsen für Tore zuständig.

Eine Neuerung gibt es bei der Borussia aber nicht nur auf der Bank, auch die Spielstätte wurde verändert. Die Dortmunder Sporthalle Wellinghofen hat ausgedient. Ab sofort fliegt der Ball in der Sporthalle am Bleichstein im benachbarten Herdecke, die mit lediglich 750 Plätzen zu einer schwarz-gelben Festung im Ruhrpott werden soll.

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