Göppingen / Wolfgang Karczewski  Uhr
In einer Neuauflage des letztjährigen Länderpokal-Endspiels setzte sich das Team von Trainer Nico Kiener in der EWS-Arena gegen Westfalen durch.

Seit halb sechs war Frisch-Auf-Handballabteilungsleiter Karl Friederich am Sonntag auf den Beinen, um gemeinsam mit seinen ehrenamtlichen Helfern den Finaltag des Länderpokals der Auswahl-Handballerinnen der Jahrgänge 2001 und jünger zu organisieren. Der Einsatz hatte sich für die vielen fleißigen Hände gelohnt, denn die Besucher in den beiden Hallen der EWS-Arena sowie in der Sporthalle Oede waren rundum zufrieden. Und zur Krönung luchste die Auswahl des gastgebenden Handballverbandes Württemberg (HVW) den Westfälinnen den im Vorjahr verlorenen Titel in einem spannenden Endspiel wieder ab und siegte mit 24:22 (15:14).

„Wir haben von allen Seiten nur Lob bekommen“, freute sich Friederich nach dem nervenaufreibenden Finale, in dem die Gäste in der Anfangsphase zumeist knapp in Führung lagen. Doch dann machte die HVW-Auswahl aus einem 7:8-Rückstand mit einer 5:0-Serie eine 12:8-Führung, die bis zur Pause auf 15:14 schmolz.

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer in der „großen“ EWS-Arena eine ausgeglichene Partie. Erst in der Schlussphase konnten sich die Gastgeberinnen einen Zwei-Tore-Vorsprung zum 22:20 herausspielen, den sie, vor allem dank der Paraden von Torhüterin Lena Schmid vom TSV Deizisau, bis zum 24:22-Endstand verteidigten. Es war der vierte Erfolg einer weiblichen HVW-Auswahl bei der „Deutschen Meisterschaft der Landesverbände“ nach 1997, 2013 und 2016.

Bildergalerie Finale im Handball-Länderpokal

Einen Teil zum Erfolg der württembergischen Mannschaft trug Mathilda Häberle bei. Die Albershäuserin, die dem jüngeren B-Jugend-Jahrgang 2002 angehört und für die SG Untere Fils in der Oberliga spielt, durfte im Endspiel in der ersten Hälfte gut zwei Minuten Finalluft schnuppern. Im Turnier traf die Linkshänderin, die im Angriff auf Rechtsaußen und in der Abwehr auf Halbrechts eingesetzt wurde und beim TV Bünzwangen mit dem Handball begann, sieben Mal.

Bildergalerie Platz drei im Handball Länderpokal

Organisator Friederich ist froh, dass es solche Talente wie Ma­thilda Häberle und Lena Schmid in unmittelbarer Nähe gibt. „Es wäre schön, wenn sie auch künftig in der Region bleiben könnten“, hofft der Frisch-Auf-Abteilungsleiter.

Im kommenden Jahr wird der Länderpokal in modifizierter Form stattfinden: Künftig werden nur noch 16 statt 20 Mannschaften teilnehmen. Außerdem soll das Turnier in zwei oder drei statt wie bisher in vier Tagen über die Bühne gehen. Frisch Auf hat sich erneut um die Ausrichtung des ­Finaltags beworben.