Andere Länder, andere Sitten – die Weisheit wird diesem WM-Tagebuch dieses Mal keinen Stoff liefern. Zumindest nicht vor dem Final-Wochenende, das in Dänemark stattfindet. Bis dahin haben die deutschen Spieler, und damit auch die deutschen Journalisten, ein Heimspiel. Doch auch zu einem solchen muss man erst einmal anreisen.

Dabei stellte sich die Frage, wie man von einer Stadt, die keinen Bahnhof bauen kann, in eine Stadt kommt, die ihren Flughafen nicht fertig bekommt? Die naheliegende Antwort angesichts dieser Umstände: mit dem Auto. Doch da die Möglichkeit (und die Hoffnung) besteht, dass am 28. Januar eine über 1000 Kilometer lange Heimreise ansteht, fiel die Entscheidung doch zwischen Bahn und Flugzeug. Diverse (schlechte) Erfahrungen mit Zugreisen quer durchs Land gaben den Ausschlag zugunsten des ökologisch bedenklichen Flugs.

Eine Variante, für die sich auch die württembergische Delegation der deutschen Handball-Nationalmannschaft entschied. Und so tauchten am Stuttgarter Flughafen Nationalspieler Martin Strobel, Team-Physio Peter Gräschus und DHB-Sportdirektor Axel Kromer auf. Nach einem kurzen Plausch wurde bereits zum Boarding aufgerufen und so stellten sich die vier Schwaben gemeinsam an.

Diesen Flug nach Berlin trat allerdings nur das DHB-Trio an. Der Journalist hatte sich leider am Gate und Flug vertan. Immerhin kam er nach kurzer Suche am Airport nach der richtigen Maschine 45 Minuten später als Strobel und Co. auch sicher in der Hauptstadt an.