Württembergliga Weißer beschert Staren wenigstens einen Zähler

Die Heiningerin Ronja Weißer war gegen die MTG Wangen beste Feldtorschützin ihres Teams. Foto: Cornelius Nickisch
Die Heiningerin Ronja Weißer war gegen die MTG Wangen beste Feldtorschützin ihres Teams. Foto: Cornelius Nickisch © Foto: Foto: Cornelius Nickisch
HANS-JÖRG KSIS 12.10.2016

Die Württembergliga-Handballerinnen des TSV Heiningen hatten sich nach der Niederlage in Lehr für das Heimspiel gegen die MTG Wangen viel vorgenommen. Von Beginn an druckvoll agieren und defensiv konsequent auftreten lautete die Devise der TSV-Frauen vor der Begegnung.

Im Spiel war dagegen am Anfang wenig davon zu sehen. Die Heinigerinnen wirkten ungewohnt träge und wenig inspiriert. Ein völlig anderes Bild zeigten die Gäste aus dem Allgäu. Im Bewusstsein der spielerischen Unterlegenheit wurde um jeden Ball gekämpft. Das zahlte sich bis zur 20. Minute mit einem Drei-Tore-Vorsprung aus. Erst danach kamen die Gastgeberinnen besser in Fahrt. Hier zeigten sich, zumindest in Ansätzen, die Stärken des TSV. Konsequente Defensive, gepaart mit schnellem Konterspiel, brachten die Gäste immer mehr in Schwierigkeiten. Das Ergebnis war eine 14:13-Führung zur Halbzeit.

Wer jetzt gedacht hatte, die Heiningerinnen würden nach dem Seitenwechsel ihr Spiel erfolgreich zu Ende bringen, täuschte sich. Die Gäste aus Wangen konnten sich mit ihren kämpferischen Mitteln immer wieder erfolgreich dagegen stemmen.

Spielentscheidend war letztendlich die 50. Minute. Der TSV lag 23:21 in Führung und versäumte es, in dieser Zeit den Vorsprung auszubauen. Ein fehlerbehaftetes Spiel in der Offensive und unkonzentriertes Agieren in der Defensive verhinderten dies. Stattdessen ging die MTG Wangen eine Minute vor dem Ende der Begegnung mit 27:26 in Führung. Mit einer Kraftanstrengung konnte Ronja Weißer 30 Sekunden vor Schluss den Ausgleich erzielen.

20 Sekunden vor Schluss hatten die Staren mit ihrem letzten Angriff die Möglichkeit, die Partie doch noch zu gewinnen. Diese Chance wurde allerdings viel zu hastig vergeben. Bleibt zu hoffen, dass die TSV-Frauen die Spielpause am kommenden Wochenende nutzen. Denn am 23. Oktober gastiert die bis jetzt ungeschlagene HSG Fridingen/Mühlheim in der Heininger Voralbhalle. Hans-Jörg Ksis

TSV Heiningen: Buchele, Thiemann; Vogl (7/5), Klages (3), Baumeister, ­Walter, Paul (3), Mohr, Schnirch, ­Kühnrich (2), Görisch, Traub, Scheel (5), Weißer (7).