Bob Hanning hält eine Veränderung der Machtverhältnisse in der Handball-Bundesliga durch die Corona-Krise für möglich.
Die MT Melsungen habe weiter aufgestockt und werde wohl auf Dauer einer der Profiteure der Krise sein, prophezeite der Geschäftsführer der Füchse Berlin in einem Interview des „Tagesspiegel“ und ergänzte: „Kiel ist wahrscheinlich kein Profiteur der Krise, ihnen wird das Geld aus den Zuschauereinnahmen sehr fehlen. Es wird also zu einer Verschiebung in der Liga kommen können.“
Die Füchse wollen dabei den Anschluss an die Top-Clubs schaffen. „Wir haben Stefan Kretzschmar in den Verein geholt, um die letzten 20 Prozent zu den Spitzenklubs zu schließen, um oben anzugreifen. Und bis jetzt habe ich das Gefühl, dass ich irgendwann mal sagen kann, dass Stefan die großartigste und beste Verpflichtung war, die wir bei den Füchsen gemacht haben“, sagte Hanning mit Blick auf den ehemaligen Nationalspieler und jetzigen Sportvorstand des Berliner Bundesligisten.
Beim Heimauftakt der Füchse im Oktober gegen Kretzschmars ehemaligen Verein SC Magdeburg wären 2000 Zuschauer Hannings Wunschvorstellung. „Vielleicht kann man sich in Hunderterschritten dann ja irgendwann mal den 3000 nähern“, sagte der 52-Jährige, der auch Vizepräsident beim Deutschen Handballbund ist. Mitte September wolle man darüber mit dem Senat beraten.
© dpa-infocom, dpa:200908-99-473113/2