Göppingen Unangenehme Aufgabe für Frisch-Auf-Frauen

In Celle treffen die Frisch-Auf-Frauen heute Abend auf ihre ehemalige Mitspielerin Maria Kiedrowski (beim Wurf).
In Celle treffen die Frisch-Auf-Frauen heute Abend auf ihre ehemalige Mitspielerin Maria Kiedrowski (beim Wurf). © Foto: Eibner
Göppingen / HOLGER RIEGEL 14.03.2015
Vor einem wichtigen Spiel stehen die abstiegsbedrohten Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen am Samstag. Um 19.30 Uhr treten sie beim direkten Kontrahenten SVG Celle an.

Vor Wochenfrist war die Erleichterung im Lager der Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen groß, denn durch den 28:24-Erfolg gegen die Füchse Berlin sendete die Truppe von Aleksandar Knezevic ein klares Signal in Sachen Kampf um den Klassenerhalt. Doch der Sieg gegen das Team aus der Bundeshauptstadt wird erst richtig wertvoll, wenn auch die nächsten Partien erfolgreich gestaltet werden. So kann die erfolgreiche Punktejagd gegen Berlin in Celle versilbert und am 29. März beim Heimspiel gegen die Vipers aus Bad Wildungen gar vergoldet werden.

Doch von diesen Gedankenspielen hält Knezevic nicht viel: "Celle ist ein sehr unangenehmer Gegner, für den es auch in jedem Spiel ums Überleben geht", weiß der Frisch-Auf-Trainer. Wie schwierig Spiele gegen Celle sein können, haben die Göppingerinnen nicht nur bei der Vorrunden-Niederlage in der EWS-Arena erfahren müssen, als der Neuling mit 25:24 unter dem Hohenstaufen gewann. Auch in den weiteren vier Vergleichen im Oberhaus musste man dem SVG zwei Mal zum Sieg gratulieren, bei den eigenen Erfolgen mühten sich die Grün-Weißen mächtig ab.

Durch den Heimerfolg gegen Berlin konnten die Frisch-Auf-Frauen nach Punkten gleichziehen und stehen wegen des besseren Torverhältnisses einen Rang vor den heutigen Gastgeberinnen. Ein Zustand, der auch nach dem Spiel Bestand haben soll. "Jedes Auswärtsspiel ist schwer, aber unser Ziel ist der Klassenerhalt, und gerade gegen einen direkten Kontrahenten wollen wir natürlich gewinnen", gibt Knezevic die Parole aus.

Der SVG Celle wartet bereits seit längerer Zeit auf ein Erfolgserlebnis. Dabei verlief der Start als Aufsteiger blendend. Nach fünf Spieltagen war man durch den Sieg in Göppingen mit 4:6 Punkten im Soll, dennoch trennte sich der SVG nur ein Spiel später von Trainer Christian Hungerecker. Der Nachfolger war schnell gefunden und ein alter Bekannter in Celle. Mit Martin Kahle übernahm der zuvor lange Jahre erfolgreiche Coach das Ruder und sammelte mit Siegen gegen Berlin und in Trier weitere wichtige Punkte. Doch seit diesem Jahr blieben weitere Erfolgserlebnisse aus und so rutschte man immer tiefer in den Tabellenkeller.

Nach acht Niederlagen in Folge ist das Selbstvertrauen der Gastgeberinnen nicht in bestem Zustand, doch besonders zu Hause zeigte Celle immer wieder große Moral. Und so bleibt die Frage, ob der SVG den Abwärtstrend stoppen kann oder ob Frisch Auf endlich mal wieder in der Ferne einen Sieg einfährt. Erst einen Punkt konnten die Grün-Weißen auswärts erringen, eigentlich zu wenig, um die Klasse zu halten. Und so will die Knezevic-Truppe den Schwung aus dem jüngsten Erfolgserlebnis mit auf die Reise nehmen. "Die Mannschaft hat letzte Woche ein starkes Spiel und eine große Moral gezeigt. Sie hat als Einheit agiert und damit auch kritische Phasen überstanden", blickt der Coach zurück.

Dass heute erneut fünf Spielerinnen nicht zur Verfügung stehen, ist ärgerlich, aber auch nicht neu und darf vor dem Kellerduell in Celle nicht als Ausrede gelten.