Neuhausen TVN braucht weiter Punkte

Erfreulich für den TVN: Jona Schoch (am Ball, Mitte) ist nach seiner Magen-Darm-Grippe ebenso wie Tim Keupp im Rückraum wieder einsatzbereit.
Erfreulich für den TVN: Jona Schoch (am Ball, Mitte) ist nach seiner Magen-Darm-Grippe ebenso wie Tim Keupp im Rückraum wieder einsatzbereit. © Foto: Eibner
Neuhausen / MATTHIAS JEDELE 19.02.2016
Im Duell gegen den Erstligaabsteiger TSG Ludwigshafen-Friesenheim ist der TV Neuhausen Außenseiter, aber nicht chancenlos. Ein Wiedersehen gibt es dabei mit Ex-TVN-Rückraumshooter Nico Büdel.

Die Handballer des TV Neuhausen stecken weiter im Abstiegskampf der zweiten Liga fest. Mit aktuell 27 Minuspunkten haben die Neuhäuser nur vier Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Nun gibt die TSG Ludwigshafen-Friesenheim (aktuell Tabellenvierter) ihre Visitenkarte unterm Hofbühl ab. Keine leichte Aufgabe für die Schützlinge um TVN-Cheftrainer Aco Stevic.

Im Hinspiel hielten "die Jungs" aus Neuhausen bis zum 14:16 (38. Minute) sehr gut mit. In der Schlussphase ging dann aber nicht mehr viel und so wurde am Ende eine 21:28-Niederlage notiert.

Ziel muss es für das Rückspiel nun in der Hofbühlhalle sein die TSG-Offensive (27 erzielte Tore im Schnitt pro Spiel) in den Griff zu bekommen und selbst die sich ergebenden Chancen zu nutzen. "Die Start-Aufstellung der TSG ist richtig stark und gehört zu den besten in der zweiten Liga. Das wird eine schwierige Aufgabe, aber wir sind gewappnet und werden alles geben", gibt Stevic die Marschroute seiner Schützlinge vor. In welcher Konstellation dies geschehen wird, ist noch nicht ganz klar, da Klaus Schuldt, Ferdinand Michalik und die beiden Torhüter Magnus Becker und Daniel Rebmann gesundheitlich angeschlagen sind. "Wir haben die Grippewelle überstanden und befinden uns auf dem Weg der Besserung, wer aber nun alles spielen kann, ist noch nicht klar", so Stevic weiter.

Erfreulich ist hingegen die Nachricht, dass Jona Schoch nach seiner Magen-Darm-Grippe und Tim Keupp, zuletzt auch etwas angeschlagen, wieder mit dem Team trainieren konnten und im Rückraum zur Verfügung stehen. "Wir haben sehr gut trainiert und wollen in heimischer Halle nun auch Mal eine Top-Fünf-Mannschaft schlagen und da bietet sich Friesenheim als Tabellenvierter ja geradezu an", ist Rückraumstratege Tim Keupp guter Dinge, dass die beiden Punkte den Weg nicht aus der Hofbühlhalle finden werden. Ein Wiedersehen wird es mit Ex-TVN-Rückraumshooter Nico Büdel geben, der eine ganz starke Saison spielt. 103 Feldtore in 22 Partien sprechen eine deutliche Sprache. Nicht verwunderlich, dass Büdel die Begierde anderer Vereine auf sich zieht und nun eine Entscheidung über seinen weiteren sportlichen Werdegang getroffen hat. Der 26-Jährige wird für die kommenden zwei Spielzeiten das Trikot des Aufstiegsaspiranten HSC Coburg überstreifen. "Ich habe nach einer neuen Herausforderung gesucht, um mich weiterzuentwickeln und ich denke, dass dies dort mit der Zusammenarbeit eines guten Trainerteams möglich ist. Außerdem ist Coburg ein gut geführter Verein, in dem viele professionelle Strukturen vorhanden sind. Ich möchte mit dem HSC in der Bundesliga spielen und versuchen den Verein dort zu etablieren", erklärt Büdel die Gründe für seinen Wechsel.

Für den TV Neuhausen geht es dann bereits am Sonntag im Siegerland beim Tabellennachbarn TuS Ferndorf mit der nächsten Meisterschaftspartie weiter. Mit 630 Toren stellen die Kreuztaler Stadtteil-Handballer zwar die drittbeste Offensive der kompletten 2. Liga, doch 677 Einschläge im eigenen Kasten bescheren der TuS-Defensive das Prädikat ungenügend und die rote Laterne im Vergleich mit der Konkurrenz. Mit ein Grund warum die TuS-Verantwortlichen auf dem Transfermarkt nochmals aktiv wurden. Dragos Oprea, bis vergangenen Sommer 15 Jahre lang bei Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen aktiv, verstärkt den Ferndorfer Kader und darf bereits am Sonntag gegen den TVN auflaufen. Der Vertrag mit Oprea läuft vorerst bis zum Sommer.

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