Mit einem Lächeln im Gesicht und voller Tatendrang versammelten sich gestern die Bundesliga-handballerinnen der TuS Metzingen in der Öschhalle. Vor dem offiziellen ersten Training, das öffentlich abgehalten wurde, hatte Manager Ferenc Rott Spielerinnen und Trainerstab zu einer internen Besprechung gebeten in der es um organisatorische Dinge ging und natürlich um die Begrüßung aller, insbesondere der Neuzugänge. "Wir wollen uns wieder in der 1. Bundesliga oben platzieren und im internationalen Wettbewerb eine gute Rolle spielen", so Rott. Bis zum Bundesligastart am 12. September möchte die Mannschaft topfit sein, damit auch die Herausforderungen im EHF-Pokal gemeistert werden können. Der Tabellendritte der abgelaufenen Saison greift vermutlich Mitte November international ein, dann in der dritten Runde, dank dem europäischen Ranking, das deutsche Mannschaften weit vorne sieht.

Bis auf eine Ausnahme hatte der neue Coach Csaba Konkoly, der sich mit dem ungarischen Top-Klub ETO Györ einen Namen gemacht hat, alle Spielerinnen an Bord. Lediglich Torhüterin Sabine Stockhorst fehlte, sie befindet sich mit der Beach-Handball-Nationalmannschaft in Spanien. "Ich möchte das Maximale aus dem Team herausholen", sagt der ungarische Trainer, der seit kurzem in Metzingen-Neugreuth wohnt und mit dem Fahrrad zur Öschhalle kommt. Und weiter: "Ich werde alles tun, damit wir Erfolg haben, ich lebe für den Handball", so der 44-Jährige, der vor allem in Ungarn sehr beliebt ist. Unterstützt wird er übrigens von "Co" Axel Strienz, der nun im zweiten Jahr an der Erms arbeitet. Größer geworden ist auch der TusSie-Kader, der mittlerweile 17 Spielerinnen plus Marie-Christin Beddies, der Schwester von Katharina, umfasst. Sie soll ein Zweitspielrecht beim Zweitligisten H2Ku Herrenberg bekommen. Wie Rott auch bestätigte, ist man noch auf der Suche nach einer jungen Torhüterin.

Alle Spielerinnen waren bei den Übungen mit Feuereifer bei der Sache. "Mir ist es leicht gefallen hierher zu kommen", sagte etwa die Schweizer Nationalspielerin Nicole Dinkel, die von FA Göppingen angeheuert hat. "Wenn man die Entwicklung in Metzingen sieht, dann kann es ja nur Spaß machen bei einer so guten Truppe zu spielen."