Söflingen TSG Söflingen macht ein paar Fehler zu viel

Auch Routinier Peter Feigl konnte die Söflinger Niederlage nicht verhindern. Foto: M. Kessler
Auch Routinier Peter Feigl konnte die Söflinger Niederlage nicht verhindern. Foto: M. Kessler
MHA 22.04.2013
Nach der zweiten Auswärtsniederlage in Folge darf sich Söflingen nun nicht mehr viele Patzer erlauben, wenn sie den vierten Tabellenplatz halten will.

Schon vor der 30:34-Niederlage beim TV Sandweier in der Baden-Württemberg-Oberliga hatten die Handballer der TSG Söflingen eine Negativmeldung zu verdauen: Beim vergangenen Heimspiel gegen den SV Kornwestheim (30:30) waren offenbar einige böse Worte von Organisator Rudolf "Ebo" Eberhardt Richtung Schiedsrichter gefallen.

Diese ließen den Vorfall im Spielbericht als "bedrohliche Situation" notieren, sodass der Offizielle neben einer saftigen Geldstrafe den Ausschluss als Kampfrichter für zwei Spiele verkraften musste und damit in Sandweier nicht am Spielfeldrand Platz nehmen durfte. TSG-Handballchef Uli Gebhard sah diese Reaktion als völlig überzogen an: "Empfindlichkeit braucht der Handball nicht. Er braucht aber viel mehr von der Sorte Ebo", meinte Gebhard später.

Nach diesem schlechten Omen gestaltete sich auch die Partie am Samstag beim Tabellenzwölften Sandweier unerwartet schwierig. Zwar präsentierten sich die Söflinger leidenschaftlich, doch oftmals fehlte es am nötigen Glück, so Gebhard, der trotzdem zu der Erkenntnis kam: "Der Bessere hat gewonnen."

Nur bis zum 5:6 in der elften Minute lag die TSG Söflingen vorn. Doch bereits das Halbzeitergebnis (16:13) ließ befürchten, wohin die Reise geht. Der Anschlusstreffer gelang zuletzt beim 28:27. Mehr war nicht drin. Der Gastgeber war immer einen Tick schneller, cleverer und qualitativ besser. 30 erzielte Auswärtstore waren zwar nicht schlecht. Doch nur sechs gelangen aus dem Rückraum - das war das Manko. Gegen die offene Abwehr von Sandweier fand das Team von TSG-Coach Gabor Czako keine Mittel. "Wir haben diese drei bis vier Fehler zu viel gemacht, die so ein enges Spiel entscheiden", resümierte TSG-Trainer Gabor Czako.

Während der TVS mit dem Heimsieg einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht hat, wird das Eis bei der TSG Söflingen für den vierten Platz dünner. Jetzt kommt es am Samstag (19 Uhr) vor heimischer Kulisse gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen zum direkten Duell um einen Platz im oberen Tabellenviertel.

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