Söflingen TSG Söflingen kämpft Spitzenreiter SG Nußloch nieder

Schmerz, lass nach: Der Nußlocher Rückraumspieler Frank Müller bekam ein Söflinger Andenken verpasst. Foto: Oliver Schulz
Schmerz, lass nach: Der Nußlocher Rückraumspieler Frank Müller bekam ein Söflinger Andenken verpasst. Foto: Oliver Schulz
Söflingen / TOM/ZAW 02.12.2013
Ein Ergebnis, mit dem wohl keiner gerechnet hatte, gabs am Sonntag auf dem Kuhberg: Die Söflinger Viertliga-Handballer stürzten den bisherigen Spitzenreiter SG Nußloch mit einem 30:20 (19:5) vom Sockel.

Blutsbrüder werden sie wohl nicht mehr werden, die Söflinger und die Nußlocher Handballer. Der Gästetrainer Admir Kalabic beschwerte sich nach dem 20:30-Debakel bei TSG-Coach Gabor Czako, dass dieser seine Mannen viel zu aggressiv eingestellt habe.

Vor diesem Aufeinandertreffen hatte es eine Tabelle gegeben, Nußloch und Söflingen führten in der Fairplay-Wertung die gesamte Liga an. Die brävsten Teams? Pah, von einem Kuschelkurs war gestern beidseitig nichts zu sehen. Schon in den Anfangsminuten musste Peter Feigl nach Blaustein chauffiert werden, um sich eine Platzwunde nähen zu lassen. Frisch "verputzt" stand Feigl allerdings in der Schlussphase wieder auf dem Parkett und hatte sich damit das Prädikat "Sportler des Tages" verdient. Gäste-Akteur Frank Müller musste ebenfalls wegen einer Platzwunde behandelt werden. Beide Mannschaften waren also bis aufs Blut gereizt.

Die Söflinger waren eifrig bemüht, die Schmach des vergangenen Heimspiels, die Derby-Niederlage, wettzumachen. Und das gelang. "Es standen zwar dieselben Spieler auf dem Feld, aber sie zeigten ein anderes Gesicht", meinte Handball-Manager Uli Gebhard. Trotz ihrer Verletzungen bissen Simon Dürner (Thrombose) oder auch Marcel Planitz (Ellbogen) auf die Zähne, letzterer überzeugte durch eine starke Defensivleistung. Schon bei Halbzeit (19:5) war die Frage nach dem Sieger geklärt. Näher als 11:20 kam Nußloch nicht mehr heran. "Respekt vor der charakterlichen Leistung", so Gebhard.

Trotz der 31:32-Niederlage der HSG Langenau/Elchingen beim Tabellenletzten in Altenheim, gibts für die Handballer von der Nau noch leise Hoffnung, den Klassenerhalt in der Baden-Württemberg-Oberliga zu schaffen. Der Hintergrund: Dem TV Flein, einem direkten Konkurrenten im Abstiegsverhinderungskampf, sind nach einem Eklat vergangene Woche gleich acht Spieler davongerannt. Die Fleiner versuchen, mit A-Jugendlichen die Saison zu Ende zu spielen. Das erste Resultat war am Samstag ein 22:42-Debakel beim bisherigen Hinterbänkler-Klub TV Sandweier. Umso ärgerlicher aus Langenauer Sicht war die zeitgleiche vermeidbare Niederlage in Altenheim, bei der die HSG einen ganz schlechten Tag erwischt hatte.

Nach einem 16:15-Vorsprung zur Halbzeit nahm Altenheim den besten HSG-Schützen, Felix Junginger, in Manndeckung - was oft mehr Platz für die restlichen Akteure verspricht. Dies konnten die Mannen ums Trainer-Duo Kief/Schenk nicht erfolgreich umsetzen und ein hektischer Angriff nach dem anderen wurde fahrlässig vertan. Dennoch gelang es, einen 25:29-Rückstand bis zum 31:31 zu egalisieren. Die TuS bekam einen Strafwurf zugesprochen den HSG-Torwart Tobias Henseler 45 Sekunden vor dem Ende parierte. Der Nachschuss allerdings saß. Die restliche Spielzeit blieb ungenutzt. Leere Hände, reichlich Frust.

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