Handball TSG Schnaitheim schlägt den SC Vöhringen II

Auf geht's, Jungs: TSG-Coach Thomas Feil (rechts) schwört seine Spieler auf die Partie gegen den SC Vöhringen II ein. Am Ende musste man zwar ein wenig zittern, doch schlussendlich blieben beim 31:28 Sieg und Punkte in der Ballspielhalle.
Auf geht's, Jungs: TSG-Coach Thomas Feil (rechts) schwört seine Spieler auf die Partie gegen den SC Vöhringen II ein. Am Ende musste man zwar ein wenig zittern, doch schlussendlich blieben beim 31:28 Sieg und Punkte in der Ballspielhalle. © Foto: Foto: jb
Schnatheim / 14.10.2012
Hauptsache zwei Punkte: So lässt sich die Landesligapartie der TSG Schnaitheim gegen die zweite Mannschaft des SC Vöhringen in einem Satz zusammenfassen. Die TSG dominierte das Geschehen eigentlich über die ganze Spielzeit, verpasste es aber mehrmals, den„Sack zuzumachen“– und musste am Ende beim 31:28-Heimsieg sogar noch ein wenig zittern.

Die TSG hatte sich viel vorgenommen und wollte gegen den direkten Abstiegskonkurrenten aus Vöhringen schon früh die Weichen für einen Sieg stellen. Die Partie begann für die Hausherren auch vielversprechend: Über 5:3 erspielte sich Schnaitheim, gegen eine sehr offensive Gästedeckung nach gut zehn Minuten eine 9:6-Führung.

Leider verpassten es die Hausherren in dieser Phase, den Vorsprung weiter auszubauen: Im Angriff spielte die TSG zwar gefällig, erlaubte sich nun aber die eine oder andere Nachlässigkeit. In der Defensive agierte man zudem nicht mit der letzten Konsequenz, und vor allem der Vöhringer Routinier Owegeser konnte aus dem Rückraum zu leicht Treffer erzielen.

Die Gäste konnten beim 11:10 den Anschluss herstellen, und die Partie war wieder offen. Trainer Thomas Feil versuchte nach 20 Minuten, mit Hilfe einer Auszeit sein Team wieder in die Erfolgsspur zurückzubringen. Dies gelang zunächst auch: Beim 13:10 und 16:13 konnte sich die TSG wieder ein wenig absetzen. Doch wie schon zu Beginn der Partie verpassten es die Grün-Weißen, diesen Vorsprung weiter auszubauen. Bis zur Pause blieben die Gäste beim 18:16 auf Tuchfühlung.

Nach dem Seitenwechsel wollte die TSG sofort nachlegen, und dies gelang den Hausherren auch:Über 21:17 baute Schnaitheim die Führung auf 25:19 aus. Somit schien nach 45 Minuten eine Vorentscheidung gefallen zu sein, und die Gastgeber hatten nun endlich ihren beruhigenden Vorsprung. Doch wie schon im ersten Durchgang verpassten es die Schnaitheimer, die endgültige Entscheidung herbeizuführen: Mit fünf Treffern in Folge kam Vöhringen beim 25:23 wieder auf zwei Treffer heran.

Abermals stemmte sich die TSG gegen das Aufbäumen der Gäste und nahm das Heft wieder selbst in die Hand. Gut sieben Minuten vor dem Ende führte Schnaitheim beim 30:25 wieder deutlicher, und in der Ballspielhalle hofften die Zuschauer auf eine entspannte Schlussphase. Doch dieser Wunsch wurde nicht erfüllt: Es wollte Schnaitheim nicht gelingen, den Vorsprung zu verwalten oder auszubauen. Der Vöhringer Alleinunterhalter Owegeser und einige fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns brachten die TSG zwei Minuten vor Abpfiff nochmals in Bedrängnis: Die Gäste konnten auf 30:28 verkürzen, und Schnaitheim lief Gefahr, um den Lohn der eigentlich guten Arbeit gebracht zu werden. Doch die TSG gab das Spiel nicht mehr aus der Hand und erzielte den viel umjubelten letzten Treffer zum 31:28-Endstand.

Schnaitheim zeigte eine ordentliche Leistung und ging gegen die Vöhringer Württembergliga-Reserve als verdienter Sieger vom Platz. Was sich die Truppe von TSG-Trainer Feil aber ankreiden lassen muss, ist das mehrmalige Verpassen einer frühen Vorentscheidung und eine zu passive Abwehrarbeit. Nichtsdestotrotz kann man im Lager der Grün-Weißen mit fünf Punktenaus fünf Spielen zufrieden sein, denn der Anschluss ans Mittelfeld kann gehalten und der Abstand zum Tabellenkeller gewahrt werden. sts

TSG– Vöhringen II 31:28 (18:16) TSG: Kurz, Hotz; Racs (3 Tore), Ruoff (3), Maresch (3), Pommerenke (1), Bayer, Gruschka (2), Herdener, Sturm (8/davon 3 Siebenmter), Maier (2), M. Aeugle (4), O. Aeugle (4/1) Zeitstrafen: Schnaitheim 7 (2×Pommerenke, 2×O. Aeugle, Racs, Ruoff, Herdener)– Vöhringen 6 Siebenmeter: Schnaitheim 5/4 verwandelt– Vöhringen 6/5 Schiedsrichter: Sturm/Bräuning (Ludwigsburg/Schwieberdingen) Zuschauer: 300
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