Frauenhandball Tabellenführer THC kommt zu TusSies

TuS-Torjägerin Shenia Minevskaja trifft am Samstag auf ihren Ex-Kub Thüringer HC.
TuS-Torjägerin Shenia Minevskaja trifft am Samstag auf ihren Ex-Kub Thüringer HC. © Foto: Eibner-Pressefoto
Metzingen / 16.01.2014
Auch wenn die Handballerinnen der TuS Metzingen ihre bisherigen sieben Spiele in der Öschhalle siegreich gestalteten, sind sie im Duell mit Tabellenführer Thüringer HC (Samstag, 19 Uhr) krasser Außenseiter.
Der Thüringer HC ist im deutschen Frauenhandball das absolute Maß der Dinge. Die letzten drei Deutschen Meisterschaften (2011, 2012, 2013) sowie die Pokalerfolge 2011 und 2013 gingen alle auf das Konto der Erfurterinnen und auch in der aktuellen Bundesliga-Saison läuft es für die Schützlinge von THC-Coach Herbert Müller (früher bereits Meistertrainer beim 1. FC Nürnberg mit der Metzingerin Ania Rösler im Kader der Fränkinnen) wie geschmiert. Nach 16 absolvierten Partien stehen die THC-Frauen mit der beeindruckenden Punkte-Ausbeute von 33:1 souverän auf dem ersten Tabellenplatz. Diese Serie will der Ligaprimus am Samstag in der Fabrikverkaufsstadt weiter ausbauen. Doch auch die Gastgeberinnen haben eine Serie zu verteidigen. Die Metzingerinnen gewannen bis dato alle sieben Heimspiele und befinden sich nach einer bisher überragenden Saison auf dem dritten Tabellenplatz – eine Traumplatzierung. Die Zuschauer dürfen sich also auf ein Spitzenspiel freuen. Während die Gäste aus Thüringen sich mit einem 33:24-Heimerfolg über den TSV Bayer Leverkusen zusätzliche Motivation geholt haben, verloren die Schützlinge von TuS-Trainer Alexander Job in Buxtehude knapp mit 25:27. Gästetrainer Müller drückte jedoch nach dem Spiel gegen Leverkusen etwas auf die Euphoriebremse: „In der ersten Halbzeit haben wir sensationelle 20 Minuten gespielt. Beim Stand von 18:8 war eigentlich alles entschieden. Im zweiten Durchgang haben wir dann zu viele einfache Tore kassiert und viele eigene Chancen liegen lassen. Hierbei müssen wir in Metzingen fraglos aufpassen, dass wir dafür nicht bestraft werden.“ Ein Wiedersehen in doppelter Ausführung gibt es am Samstagabend in der Öschhalle. Zum einen trifft die vom THC ins Ermstal gewechselte Shenia Minevskaja auf ihre alten Teamkolleginnen. „Natürlich freue ich mich, viele bekannte Gesichter wieder zu treffen. Es war schon komisch, das erste Mal als Gegner in die Salza-Halle zu fahren. Aber daheim in unserer Öschhalle ist das nochmal was anderes. Es wird auf jeden Fall ein sehr emotionales Spiel werden“, glaubt die Metzinger Rückraumshooterin. Zum anderen wird die ehemalige TuS-Keeperin Maike März (von 2001 bis 2004 im Tor der TuS Metzingen) für die Gäste auflaufen und sogar von Anfang an beginnen. „Für mich ist klar, dass Maike in Metzingen von Beginn an spielt“, ließ Coach Müller schon verlauten. Und nach 21 gezeigten Paraden im Spiel gegen Bayer Leverkusen hat sich März diese Nominierung für die Startaufstellung auch verdient. „Ich habe bei der Analyse im Vorfeld beim THC keine Schwächen gefunden. Wir müssen sehr aufpassen, nicht überrannt zu werden. Trotzdem werden wir uns nicht verstecken“, weiß TuS-Trainer Alexander Job zwar um die Stärken der Gäste, räumt seinem Team aber eine Außenseiterchance ein. „Wir müssen defensiv wie offensiv doppelt so viel laufen wie der Gegner. Wenn es uns gelingt, die schnelle erste Welle des THC zu unterbinden und selbst einfache Tore zu erzielen, dann haben wir die Möglichkeit, ein Handballwunder zu schaffen“, hofft Coach Job. Personell kann der Kommandogeber der TusSies bis auf die Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen. Auch die angeschlagenen Barbara Balogh und Bernadett Temes stehen am Samstag im Kader der Pink-Ladies und werden alles in die Waagschale werfen, um die fantastische Heimserie der Metzingerinnen aufrecht zu erhalten. INFO: Ein Liveticker ist geschaltet unter www.swp.de/tussies. Die Sitzplatzkarten in der Öschhalle sind vergriffen. Es wird aber noch Stehplatzkarten an der Abendkasse geben.
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