Der südkoreanische Botschafter Jong Bum-goo sieht das vereinte koreanische Handball-Team bei der WM in Deutschland als „Puzzle-Stück“ auf dem Weg der Annäherung beider Länder.

„Wir legen hier in Berlin ein Stück ins Bild. Aber wo dieses Stück am Ende genau eingelegt wird, das kann ich noch nicht sehen“, sagte er im Interview der „Süddeutschen Zeitung“ vor dem WM-Eröffnungsspiel zwischen Korea und Deutschland in der Berliner Mercedes-Benz Arena.

Die Partie könne helfen, politisch mindestens zwei Ziele zu erreichen. „Trotz immer noch bestehender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel können die beiden Teile Koreas durch friedliche Kooperationen eine Harmonie und nachhaltige Koexistenz erringen“, sagte er. Zweitens könnte sich das Bild Nordkoreas ändern. „Nordkorea ist für die westliche Welt viel zu verteufelt.“ Dort würden aber auch „viele normale Menschen“ leben.

Erstmals wird bei der von Deutschland und Dänemark ausgerichteten WM ein gemeinsames Team aus Nord- und Südkoreanern antreten. Einen nicht geringen Anteil daran hat laut des Botschafters auch der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un: „Für ihn ist vor allem die Aktion wichtig: dass wir ein Team sein können, egal, welche Leistungsfähigkeit die Mannschaft zeigen kann. Ich glaube, das ist seine Message nach außen.“

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