Heidenheim / Edgar Deibert  Uhr
Für die Handball-Vereine aus dem Kreis gab's am vergangenen Wochenende spielfrei – doch nun ist der Fasching vorbei und in den Ligen geht's weiter. Und wie: In der Bezirksliga hat beispielsweise die TSG Schnaitheim am Samstag, 21. Februar, den HSB im Derby zu Gast (19.30 Uhr, Ballspielhalle).

Der Spielplan will es so: Genau vier Wochen nach dem Hinspiel steigt zwischen der TSG Schnaitheim und dem Heidenheimer Sportbund das Rückspiel in der Handball-Bezirksliga. Wie attraktiv das Stadtderby ist, wurde am 24. Januar deutlich, als etwa 800 Zuschauer in die Heidenheimer Karl-Rau-Halle kamen – und eine spannende Begegnung zu sehen bekamen.

Aufsteiger HSB bot dabei dem Favoriten Schnaitheim lange Zeit Paroli. „Wir haben 40 Minuten sehr gut mitgehalten“, erinnert sich Günther Sauer. „Doch dann haben wir uns, wie schon öfter in dieser Saison, eine Schwächephase erlaubt“, bedauert der HSB-Trainer. Nach dem zwischenzeitlichen 19:19 gelangen Schnaitheim fünf Treffer in Folge – es war die Vorentscheidung.

Zuletzt sei die Stimmung bei den Heidenheimern etwas gedrückt gewesen, räumt Sauer ein. Nach vier Niederlagen in Folge haben sich die HSBler auf dem zehnten Tabellenplatz (von zwölf Teams) wiedergefunden. Da Sauer mit „bis zu vier“ Absteigern rechnet, ist es kein Wunder, dass im HSB-Team die Aufstiegs-Euphorie verflogen ist. Das Problem dabei: Sauer bescheinigt seiner Mannschaft regelmäßig eine gute Leistung. Diese schafft es das Team jedoch nicht über die volle Spielzeit abzurufen. „Es gibt immer mal wieder Phasen mit technischen Fehlern und Fehlwürfen“, so der Heidenheimer Coach.

Das Restprogramm könnte dem HSB aber Mut machen: Von den Spielen gegen Schnaitheim und gegen Lauterstein II mal abgesehen, geht es gegen direkte Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. So geht es für Heidenheim am 1. März zum Vorletzten Treffelhausen, eine Woche später hat der HSB den Tabellenachten Schwäbisch Gmünd II zu Gast. „Das werden entscheidende Duelle, in denen wir punkten müssen. Aber wir haben es noch selbst in der Hand“, betont Sauer.

Und Schnaitheim etwa nicht im Kopf? „Doch, da braucht sich niemand Sorgen zu machen“, beteuert der Heidenheimer Trainer. „Die Motivation bei meinen Spielern kommt fast von alleine. Natürlich ist die TSG wieder favorisiert. Dennoch könnte eine Überraschung durchaus drin sein“, so Sauer.

Dafür wäre es sicherlich von Vorteil, wenn die TSG Schnaitheim das Heimspiel in der Ballspielhalle, 19.30 Uhr, womöglich auf die leichte Schulter nehmen würde. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn einige TSG-Spieler in Gedanken bereits beim Duell mit Verfolger Lauterstein II eine Woche später wären. Diese Befürchtung hat Jeremias Rose allerdings nicht. „Zum einen ist es so, dass Derbys immer etwas Besonderes sind“, sagt der Schnaitheimer Trainer. „Und zum anderen denken wir immer nur von Spiel zu Spiel. Damit sind wir bislang gut gefahren. Und das werden wir auch beibehalten.“

Es sei eben auch so, dass die TSG Schnaitheim zwar momentan Tabellenführer sei, noch aber „nichts erreicht“ habe, erklärt der 32-Jährige. Um jetzt bloß nicht nachzulassen hat Rose die Trainingsintensität zuletzt sogar noch erhöht. Im Saisonendspurt will die TSG nicht nachlassen.

Am Samstag, 21. Februar, hofft Rose auf eine volle Ballspielhalle mit vielen Zuschauern. Bereits bei den Auswärtspartien in Heidenheim und zuletzt beim TV Brenz wurde die Schnaitheimer Mannschaft lautstark vom eigenen Anhang unterstützt. Die Euphorie im TSG-Lager ist zu spüren.

Nichtsdestotrotz erwartet Rose gegen den HSB „eine ähnlich ausgeglichene“ Partie wie vor vier Wochen. Bei den Heidenheimern laufe es nicht mehr so rund, weiß auch der Schnaitheimer Coach. „Sie sind in einer schwierigen Situation und brauchen jeden Punkt. Aber wir wollen zu Hause auf jeden Fall ungeschlagen bleiben“, erklärt Rose im Hinblick auf bislang sechs Heimsiege in sechs Partien.

In den weiteren Begegnungen ist der TV Brenz (4.), ebenfalls am Samstag, zum Spitzenspiel beim Tabellenzweiten SG Lauterstein II zu Gast (17.30 Uhr, Kreuzberghalle). Am Sonntag, 22. Februar, hat zudem die HSG Oberkochen/Königsbronn die SG Bettringen zu Gast (17 Uhr, Herwartsteinhalle).

Info Die Heidenheimer Zeitung lässt das Derby Schnaitheim gegen den HSB am Samstag filmen. Die Zusammenfassung gibt es im Video ab Montag im Internet auf www.hz-online.de/videos