Handball Sparkassen-Cup: FrischAuf fordert Titelverteidiger HBC Nantes heraus

Ehingen / Helen Weible 12.08.2018
Bundesligist FrischAuf Göppingen und der französische Spitzenklub HBC Nantes sind die Gewinner des ersten Tages beim Ehinger Sparkassen-Cup 2018. Beide Teams entschieden jeweils ihre Duelle und bilden somit am Sonntag (15 Uhr) die letzte Paarung als Endspiel um die begehrte Trophäe. Der TVB Stuttgart und Ribe-Esbjerg HH messen sich zuvor um 12.30 Uhr.

Der Titelverteidiger muss sich strecken. Denn FrischAuf Göppingen macht eine Kampfansage: „Wir wissen wie stark Nantes ist, aber wenn wir in der Abwehr noch zulegen und kompakter stehen, dann schlagen wir sie“, sagt Jens Schöngarth, rechter Rückraumspieler der Göppinger. Bis auf die Tatsache, dass sich die Mannschaft von Trainer Hartmut Mayerhoffer teilweise beim 31:29-Sieg im Schwabenderby gegen die Stuttgarter selbst das Leben „unnötig schwer“ gemacht habe, sei es ein zufriedenstellender Tag gewesen. „Es macht immer Spaß hier“, betont der 29-Jährige, der bereits zum dritten Mal beim Traditionsturnier in der Ehinger Längenfeldhalle gekommen ist.

Ribe-Esbjerg beißt sich durch

Handball in Ehingen, das passt eben. Auch dieses Jahr, obwohl nur vier Teams antreten im Modus „Jeder-gegen-Jeden“. Das Harz klebte gut, die Kids kamen alle zu ihren Autogrammen und saßen so nah dran an den Weltklasse-Spielern, wie es sonst nirgends möglich ist. Im ersten Duell schlug FrischAuf den Neuling deutlich mit 27:19 (13:9). Die Dänen, die sich bei der Anreise mit dem Bus etwas verschätzt hatten und sich selbst um eine Trainingseinheit brachten, brauchten etwas Zeit, um warmzulaufen. Deutlich besser lief es in der rein internationalen Begegnung für Ribe-Esbjerg am Abend: Die Franzosen, die mittags noch locker den TVB Stuttgart mit 37:30 (22:15) abgefertigt hatten, taten sich erst lange schwer gegen die Neuentdeckung des Turniers. Esbjerg legte gegen Nantes los wie die Feuerwehr und die schnell ausgeführten Tempogegenstöße begeisterten die Zuschauer. Als Kasper Kvist einen solchen zur 8:2-Führung abschloss, wurde er von der nicht ganz vollbesetzten Halle bejubelt. Doch das macht eben eine Topmannschaft aus: Nantes wusste sein Spiel konsequent durchzuziehen und holte in der zweiten Halbzeit den bis dahin permanenten Rückstand auf. Topmann Kiril Lazarov egalisierte erstmals zum 14:14 (39. Minute). Dann bissen die Dänen zurück, doch eben Lazarov traf kurz vor Schluss vom Siebenmeter-Punkt mit einem Lächeln: 24:23 hieß es am Ende. Ein sehr, sehr knapper zweiter Erfolg für den Titelverteidiger.

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