Das hatte noch keiner geschafft. Zum vierten Mal in Folge heißt der Sieger beim Top-Turnier in der Ehinger Längenfeldhalle HBC Nantes. Das Spitzenteam aus Frankreich blieb auch beim Sparkassen-Cup 2019 ohne Niederlage. Einmal mehr holte sich Kapitän Rock Feliho den Siegerpokal ab. Nantes Trainer Roberto Entrerríos lobte sein Team: „Wir haben drei gute Spiele abgeliefert und sind als Einheit aufgetreten. Es ist toll, dass wir ein viertes Mal in Ehingen gesiegt haben.“

Berliner Füchse bleiben hartnäckig

Das französische Spitzenteam startete gut ins mit Spannung erwartete Finale. Aber die Füchse Berlin, die als Zweiter durchaus eine Duftmarke gesetzt haben, blieben hartnäckig dran. Beim 9:6 nach zehn Minuten konnte sich Nantes erstmals absetzen. Bis dahin hielt Torwart Dejan Milosvljev die Füchse mit tollen Paraden in der Partie. Die Zuschauer in der gut gefüllten Halle hatten großen Spaß an den spektakulären Aktionen der beiden Mannschaften. Auf fünf Tore Vorsprung vergrößerte Nantes das Ergebnis (12:7) in der Endphase der ersten Halbzeit. Routinier Kiril Lazarov führte stark Regie und agierte wie zu besten Zeiten.

„Zu viele einfache Fehler“ wie auch der „Beste Spieler des Turniers“ Paul Drux bemängeln musste, leistete sich Berlin, was Nantes Schnellangriffe ermöglichte. Bis zum 14:10 zur Halbzeit blieben die Jungs aus der Hauptstadt zwar dran, konnten aber nicht ausgleichen. „Jetzt wissen wir genau, was wir besser machen müssen“, bilanzierte Drux. Der neue HBC-Spielmacher Aymeric Minne war hingegen Feuer und Flamme: „Wir sind als Team schon gut zusammengewachsen, deshalb freut mich auch dieser erste Titel.“ Er und Valero Rivera schraubten das Ergebnis nach dem Seitenwechsel in die Höhe. Als die Franzosen gar mit fünf Toren führten, schien es deutlich zu werden. Doch Drux und Simon Ernst, der erstmals nach schwerer Verletzung wieder für die Füchse auf dem Feld stand, hielten ihre Farben im Spiel. Obwohl der HBC einige Male in dieser Phase an den Torhütern Silvio Heinevetter und Martin Ziemer scheiterte, kamen die häufig glücklosen Berliner nicht näher heran. Denn der am Ende zum besten Schlussmann gewählte Emil Nielsen zeigte sich ebenfalls bärenstark im Tor. Berlin verkürzte zwar noch auf 22:24 fünf Minuten vor Schluss, doch Lazarov und Julian Emonet behielten die Ruhe und entschieden das Spiel zugunsten der Mannschaft von Trainer Entrerríos.

Erster Erfolg für TVB

Den dritten Platz sicherte sich der TVB Stuttgart durch den 28:22-Sieg gegen Esbjerg. Die Dänen hatten sich trotz Platz vier den Fairplay-Pokal verdient. Der TVB Stuttgart, dessen Spieler bereits abgereist waren, durften sich bei der vierten Teilnahme über ihren allerersten Sieg freuen. Mit ihrem Linksaußen Patrick Zieker stellten sie auch den erfolgreichsten Torschützen des Turniers. Am Ende zeigte sich der Veranstalter rundum zufrieden mit dem, was die Mannschaften geboten haben – und die Fans: „Mit dem Zuschauerzuspruch sind wir vor allem am Sonntag, trotz des tollen Wetters, sehr zufrieden“, sagten Andreas Wax und Tobias Krohn. Auch darüber, dass es „und das sei das Wichtigste in einem Vorbereitungsturnier“, keine größeren Verletzungen gab, waren die Verantwortlichen des Turniers froh. Trotz kleinerer Blessur spielte Ex-Nationaltorwart „Jogi“ Bitter beim TVB Stuttgart am Sonntag und hielt den Sieg fest.