Handball Söflingen präsentiert Neuzugänge und Trainer

Neuzugänge von Nah und Fern (von links): Lukas Francik, Leo Vesligaj, Mathias Salger und Kristo Voika spielen künftig für die TSG Söflingen und werden von Steffen Klett trainiert.
Neuzugänge von Nah und Fern (von links): Lukas Francik, Leo Vesligaj, Mathias Salger und Kristo Voika spielen künftig für die TSG Söflingen und werden von Steffen Klett trainiert. © Foto: Rudi Apprich
Ulm / Manuela Harant 21.07.2018

Die Luft ist stickig in der Kuhberghalle, es herrschen gefühlt weit über 30 Grad hier drin an diesem heißen Sommerabend. Und doch arbeitet eine Gruppe junger Männer und ein ebenso junger Trainer von der TSG Söflingen genauso hart wie im kühlen Winter, wenn das Handballspielen etwas mehr Spaß macht und weniger Schweiß kostet.

Denn das Viertliga-Team, insbesondere seine vier Verstärkungen sowie Jungcoach Steffen Klett, haben viel aufzuarbeiten: Der 31 Jahre alte Trainer, dessen Vertrag erst Anfang Juni fixiert muss die Neuankömmlinge mit der übrigen Mannschaft aus der Baden-Württemberg-Oberliga zu einer schlagkräftigen Truppe vereinen, um einen guten Saisonstart zu schaffen und das offizielle Ziel von Manager Markus Brodbeck „besser als letzte Saison“ zu realisieren. Auch wenn einige Leistungsträger wie Samuel Beha, Aron Czako oder Adrian Wowra den Verein verlassen haben, geht die Blickrichtung der Söflinger generell wieder nach oben. Das liegt vor allem an dem Quartett, das mit viel Vorschusslorbeeren in die Donaustadt kommt.

Lukas Francik Der 27 Jahre alte Tscheche ist genau genommen der Liebe wegen nach Deutschland gekommen. Seine Freundin spielt bei Bundesligist TV Nellingen, und so suchte der ehemalige tschechische Erstligaspieler eine sportliche Heimat in der Region. Die konnte ihm die TSG bieten. „Wir wollen, dass unsere Spieler hier nicht nur Handball spielen, sondern auch beruflich mit ihrem Partner eine Zukunftschance geben“, erklärt Markus Brodbeck, der mit allen „Neuen“ Zweijahresverträge geschlossen hat. Der schnelle Linksaußen Francik will es mit vielen Toren zurückzahlen: „Ich möchte helfen, dass die TSG Söflingen wieder aufsteigen kann“, sagt der auch im Rückraum einsetzbare Tscheche.

Kristo Voika Der Este ist laut Brodbeck der erste heute noch aktive A-Nationalspieler bei der TSG Söflingen. „Fast wäre ich schon vergangene Runde hierher gekommen, aber dann kam ein Engagement in der Türkei dazwischen“, sagt der 27-Jährige. „Der Kontakt zu Markus Brodbeck ist aber nie abgerissen“, betont der bullige Spielmacher, der als Ersatz für den abgewanderten Ungarn Bence Kanyo den internen Konkurrenzkampf mit Kapitän und Rückraum-Mitte Simon Dürner anheizen wird.

Leo Vesligaj Auch dem Kroaten und seiner Frau haben die TSG-Verantwortlichen Jobs vermittelt, so dass sich der 25-Jährige für einen Wechsel aus der ersten kroatischen Liga nach Ulm entschieden hat. „Ich wollte schon immer einmal in Deutschland spielen“, sagt der große Rück­raumspieler, der als Linkshänder in Söflingen sicher nicht beschäftigungslos sein wird.

Mathias Salger Gegenüber seinen ausländischen Mitspielern hatte der Münchner, den es beruflich nach Neu-Ulm verschlagen hat, eine vergleichsweise kurze Anreise. Der gebürtige Allgäuer spielte zuletzt für den Bayernligisten TSV Unterhaching und ersetzt Eigengewächs Aron Czako auf der linken Rück­­raumseite. „Für mich war von vornherein klar, dass ich bei der TSG spielen möchte, wenn ich nach Ulm komme“, sagt  der 2,05-Meter-Riese und Bruder von Bundesligaspieler Stefan Salger (TVB Stuttgart).

Jetzt gilt es für den im Vergleich zu seinen neuen Spielern höherklassig noch unerfahrenen Trainer Stefan Klett, die Söflinger Multi-Kulti-Truppe so schnell wie möglich zusammenzuschweißen. „Momentan steht noch das Kennenlernen im Vordergrund“, sagt der 31-Jährige, der beim Kuss-Turnier heute in der Ratiopharmhalle möglichst viel ausprobieren will: „Die Ergebnisse sind zweitrangig.“ Zum Saisonstart Mitte September zählt’s dafür umso mehr.

6

Teams nehmen am Vorbereitungsturnier der TSG Söflingen heute ab 11 Uhr in der Ratiopharmhalle teil. Neben dem Gastgeber testen HRW Laupheim, TV Gerhausen, TSV Blausein, HSG Langenau/Elchingen und SC Vöhringen ihre Form.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel