Handball Schnaitheims Trainer Thomas Feil warnt vor Schlusslicht Vöhringen II

Nach dem 14:34 in Feldkirch besonders als Motivator gefragt: Schnaitheims Handball-Trainer Thomas Feil empfängt am Samstag mit seiner Mannschaft den SC Vöhringen II.
Nach dem 14:34 in Feldkirch besonders als Motivator gefragt: Schnaitheims Handball-Trainer Thomas Feil empfängt am Samstag mit seiner Mannschaft den SC Vöhringen II. © Foto: Jennifer Räpple
EDGAR DEIBERT 11.10.2012
Nach der Lehrstunde in Feldkirch (14:34-Niederlage) haben die Schnaitheimer Handballer eine vermeintlich leichte Aufgabe vor der Brust: mit Vöhringen II kommt morgen (19.30 Uhr) der Tabellenletzte in die Ballspielhalle. Steinheim und die SHB sind auswärts gefordert, Brenz hat spielfrei.

Die vergangene Trainingswoche war nicht einfach für die TSG Schnaitheim und ihren Trainer Thomas Feil. Nicht, weil körperlich anstrengende Übungen auf dem Programm standen. Nein, im Mittelpunkt stand ein viel sensiblerer Bereich: „Es ging darum, das Negativerlebnis in Feldkirch zu verarbeiten“, erklärt Feil. In Österreich gab es für die Schnaitheimer am vergangenen Wochenende eine 14:34-Klatsche. Die musste erst einmal raus aus den Köpfen der Spieler.

Das ist auch ein Grund dafür, warum der Schnaitheimer Coach vor dem Heimspiel gegen Vöhringen II leise Töne anstimmt: „Es ist natürlich auch eine Kopfsache. Wir müssen diese Niederlage schnell abhaken und von Anfang an voll da sein.“ Ein Selbstläufer werde die Partie gegen den Tabellenletzten garantiert nicht, warnt der 46-Jährige.

Mehr noch, Feil hebt die Bedeutung des Spiels hervor und weiß, dass er die richtigen Worte finden muss. „In einem Derby, wie beispielsweise gegen Brenz, brennt jeder Spieler. Da musst du als Trainer eigentlich nicht mehr viel machen. Aber vor einer Begegnung gegen ein Schlusslicht sind wir Trainer besonders gefordert“, erklärt Feil und fügt an: „In meinen Augen ist morgen das wichtigste Spielüberhaupt.“

Dass die Punkte in Feldkirch „sehr hoch hängen“, dass weiß auch Sandro Jooß. Und das nicht erst seit der deutlichen Schnaitheimer Niederlage in Österreich. „Ich habe selbst schon oft da gespielt. Die Kulisse ist schon beeindruckend und es herrscht eine gute Stimmung“, erzählt der Trainer der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim, die am Samstag in Feldkirch zu Gast ist (20 Uhr).

Dennoch rechnet sich Jooß gute Chancen aus, Feldkirch Paroli bieten zu können. Und das aus gutem Grund. Die SHB liegt als Fünfter in der Tabelle nur einen Platz hinter den Österreichern. „Wir werden sicher an unser Limit gehen müssen“, weiß Jooß. „Doch warum soll uns nicht auch so eineÜberraschung gelingen wie in der vergangenen Saison dem TV Brenz (im März gelang den Brenzern ein 20:20)?“

Sandro Jooß setzt dabei unter anderem auf einen auch in der Breite gut aufgestellten und ausgeglichenen Kader des Aufsteigers. „Dadurch haben wir die Möglichkeit oft zu wechseln und einzelnen Spielern eine Verschnaufpause zu geben“, so der 28-Jährige.

Ebenfalls ein schwieriges Auswärtsspiel bestreitet am Samstag Tabellenführer TV Steinheim bei der HSG Winzingen-Wißgoldingen (19.30 Uhr). Zu Hause musste sich der Aufsteiger Feldkirch nur knapp 27:29 geschlagen geben und auch bei der SHB gab es eine denkbar knapper 21:22-Niederlage.

„Dieses Spiel ist für uns eine echte Bewährungsprobe“, betont daher Dietmar Kässer. „Und das meine ich unabhängig vom Ergebnis. Wir müssen zeigen, was wir wirklich drauf haben“, fügt der Steinheimer Trainer an.

Erfreut zeigt sich der 43-Jährige darüber, dass Lukas Konkel und Steffen Zeiher die entstandene Lücke auf der Kreisläuferposition schließen konnten. „Nun können wir andere Dinge in Angriff nehmen“, sagt Kässer etwa im Hinblick aufs Angriffsspiel. „Dort müssen wir unserer Kombinationen einfach sicherer vortragen.“