Handball Ribe-Esbjerg HH kommt mit namhaften Verstärkungen

Internationale Erfahrung bringt nicht nur Gunnar Steinn Jonsson (am Ball) mit zum dänischen Club Ribe-Esbjerg HH. Vergangene Saison war der Isländer mit IKF Kristianstad (Schweden) in der Champions League aktiv, hier bei der SG Flensburg-Handewitt.
Internationale Erfahrung bringt nicht nur Gunnar Steinn Jonsson (am Ball) mit zum dänischen Club Ribe-Esbjerg HH. Vergangene Saison war der Isländer mit IKF Kristianstad (Schweden) in der Champions League aktiv, hier bei der SG Flensburg-Handewitt. © Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Maurice Glienke 10.08.2018

Nicht nur die Mannschaften mit bekanntem Namen kommen zum Handball-Sparkassen- Cup. Das Ziel des Organisationsteams um Andreas Wax ist es immer wieder, neue aufstrebende Teams auszumachen und ihnen eine Plattform zu geben. Denn für diese Teams ist es eine ausgezeichnete Gelegenheit in der Ehinger Längenfeldhalle gegen namhafte Gegner zu testen.

So kommt auch in diesem Sommer mit der dänischen Mannschaft Ribe-Esbjerg HH ein Neuling zum Sparkassen-Cup. „Es ist unsere Philosophie ein Wegbegleiter für diese Mannschaften zu sein“, erklärt Andreas Wax. Das war das Ehinger Turnier auch schon zuvor für die Füchse Berlin und den französischen HBC Nantes.

Die wurden im Laufe der Jahre nicht nur zu Stammgästen an der Donau, sondern machten auch auf europäischer Bühne auf sich aufmerksam. Der Kontakt kam über Ribe-Esbjergs neuen Trainer Lars Walther zustande, mit dem Andreas Wax einen regen Kontakt pflegt.

Der 52-jährige Däne war in Ehingen schon mit Minaur Baia Mare (Rumänien) und den Kadetten Schaffhausen (Schweiz) zu Gast. Bis zum Sommer trainierte er den portugiesischen Topclub FC Porto. Zunächst strebte man beim Organisationsteam des Sparkassen-Cup deshalb an, die Mannschaft von der iberischen Halbinsel zu verpflichten. Nun kommt aber ein weit nördlicher gelegenes Team am Wochenende in die Längenfeldhalle.

Auf dem Weg nach oben

Dabei ist die Mannschaft aus dem Westen Dänemarks ein ambitioniertes Team. „Von ihr wird man in Zukunft auch europäisch sicher noch etwas hören“, blickte Andreas Wax voraus. Letztmals auf dieser Bühne war man in den späten 1960er Jahren unterwegs. Zwar landete Ribe-Esbjerg HH in der vergangenen Saison in der dänischen Liga nur auf dem zehnten Platz, doch mittelfristig wird eine Spitzenplatzierung angestrebt. Grund dafür ist nicht nur der neue Trainer Lars Walther, sondern auch eine Reihe von starken Neuzugängen mit großer internationaler Erfahrung.

Mit den beiden Dänen Søren Rasmussen und Nicolai Pedersen kamen zwei Akteure von stärkeren Ligakonkurrenten. Landsmann Kasper Kvist zog es aus der Bundesliga (HSG Wetzlar) wieder zurück gen Norden. Auch die drei Norweger Simen Schøningsen, Magnus Søndena und Anders Christiansen wollen beim aufstrebenden Projekt mithelfen. Für Aufsehen sorgten die Zugänge der beiden Isländer Gunnar Steinn Jonsson, der vom schwedischen Champions League Team IKF Kristianstad kommt und Runar Karason, der schon für die Füchse Berlin und Rhein Neckar Löwen am Ball war. Der 28-fache deutsche Nationalspieler Jacob Heinl wechselt von der SG Flensburg-Handewitt nach Esbjerg, nachdem er mehr als 25 Jahre beim amtierenden deutschen Meister spielte.

In den Kinderschuhen

Doch trotzdem steckt in der Infrastruktur des dänischen Clubs noch alles etwas in den Kinderschuhen. „Es ist dort bisher noch wie bei einem jungen Start-Up Unternehmen. Man versucht alles zielstrebig aufzubauen und großes zu erreichen“, erklärt Andreas Wax.

Die ersten Schritte gegen namhafte Gegner in Deutschland soll es dann am Wochenende geben. Am Samstag startet Trainer Lars Walther mit Ribe-Esbjerg gegen Frisch Auf Göppingen in das Turnier und will mit seinem neu formierten Team direkt für Aufsehen sorgen.

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