TuS-Coach René Hamann-Boeriths übernimmt die TusSies

Der neue TuS-Coach: René Hamann-Boeriths.
Der neue TuS-Coach: René Hamann-Boeriths. © Foto: Privat
Metzingen / Von Wolfgang Seitz 02.03.2017

Ein Skandinavier gibt ab der neuen Saison die Kommandos bei der TuS Metzingen. Die Blickrichtung von Manager Ferenc Rott war bei der Suche nach einem Nachfolger für Csaba Konkoly immer gen Norden gerichtet. „Der skandinavische Handball ist mein Handball – schnell mit schnellem Umschaltspiel“, verrät Rott. Und weil René Hamann-Boeriths ein Mann ist, der dies exzellent zu vermitteln versteht, geriet er schnell ins Visier des Machers bei den TusSies. Seine Spielphilosophie lautet wie folgt: „Offensiv, aggressiv, Tempo-Handball – aber mit Kopf.“ Dass man sich sofort sympathisch war, erleichterte die Entscheidungsfindung zudem.

Handballer durch und durch

Seine erfolgreiche Arbeit als Trainer in Dänemark und Norwegen ist in Fachkreisen unbestritten. René Hamann-Boeriths war ein erfolgreicher Handballspieler, der fünf Spielzeiten in der Handball-Bundesliga für Bayer Dormagen und Bad Schwartau auflief. Für die dänische Nationalmannschaft absolvierte der Rückraummitte-Spieler insgesamt 110 Länderspiele und war von 1995-1997 Kapitän der Auswahl. Seit 2002 war Hamann-Boeriths Trainer in der ersten dänischen und norwegischen Handball-Liga und trainierte diverse Männermannschaften. Neben seiner Tätigkeit als Handball-Coach ist er ausgebildeter Mentaltrainer.

Er hatte es bisher „nur“ mit Männern zu tun. Ferenc Rott ist absolut sicher, dass dies kein Nachteil ist, zumal ein erstklassiger Bezug zum Frauenhandball besteht: René Hamann-Boeriths ist mit Conny Hamann-Boeriths verheiratet, die als Spielerin nicht nur Welt- und Europameisterin wurde, sondern 1996 in Atlanta sogar Olympia-Gold gewann.

„Aus dem Männerbereich können neue Impulse einfließen, das hat doch auch Michael Biegler als Trainer der deutschen Nationalmannschaft bewiesen“, sagt Rott. In der Tat ging ein Raunen durch Handballkreise, als diese Personalie publik wurde. Mittlerweile weiß man, dass es wunderbar passt. Biegler schwört auf seine „Ladies“ – und die auf ihn.

Die Ladies von Hamann-Boeriths tragen den Vornamen Pink. „René wird für die nötigen Impulse sorgen, damit unsere Weiterentwicklung vorangehen kann. In Dänemark hat der Frauenhandball den gleichen Stellenwert wie der Männerhandball, sodass er seine neue Aufgabe bei uns als große Herausforderung sieht und sich mit voller Überzeugung mit unseren Zielen identifizieren kann“, so Ferenc Rott.

Der neue Coach sieht die TuS Metzingen als spannenden Verein. „Er hat große Ziele und Ambitionen. Das Ziel, dauerhaft in der Spitze des deutschen und europäischen Handballs zu spielen ist etwas, was auch mich zu 100 Prozent motiviert“, sagt Hamann-Boeriths, der in Metzingen für zwei Jahre unterschrieben hat. „Die TuS Metzingen ist eine gute Mannschaft mit vielen guten Spielerinnen, die mit hohem Tempo Handball spielen können.“ Das wollen die TusSies Woche für Woche ihrem neuen Trainer zeigen. 

Kurzlebenslauf René Hamann-Boeriths

Geburtstag: 2. August, 1969
Stationen als Handballspieler:
GOG Gudme – 1. Liga Dänemark (1975-1995), Bayer Dormagen – 1. Bundesliga Deutschland (1995-1999), Bad Schwartau – 1. Bundesliga Deutschland (2001-2002), Skjern – 1. Liga Dänemark (2002-2003)

Dänische Nationalmannschaft:
110 Spiele (1989-1999)
Kapitän der Nationalmannschaft (1995-1997)

Stationen als Trainer/Sportmanager:
Skjern Handball – 1. Liga Dänemark (2002-2004), SønderjyskE Handbal – 1. Liga Dänemark (2004-2007), Fredericia HK - 1. Liga Dänemark (2007-2009), Aarhus GF – 1. Liga Dänemark (2009-2010), Tønder Handball - 1. Liga Dänemark (2011-2013), Drammen Håndboldklub – 1. Liga Norwegen (2013-2016), Haderslev Handball Academy – Dänemark (2016-2017), Tønder Handball – 1. Liga Dänemark (2016-2017)

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