Handball Relegation: SHB muss gegen Fridingen gewinnen

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Thomas Jentscher 10.05.2016
Am Mittwochabend, 20 Uhr, fällt die Entscheidung: Im Donautal in Fridingen kämpfen die Handballer der SG Herbrechtingen/Bolheim in der Relegation um den Aufstieg in die Württembergliga.
Wie schon 2015 nimmt die Relegation einen etwas unerwarteten Verlauf. Mundelsheim hätte sich nach dem 34:23-Sieg über die HSG Fridingen/Mühlheim eine Zehn-Tore-Niederlage in Herbrechtingen leisten können und wäre dennoch als Aufsteiger festgestanden. Doch die „Käsbergjäger“ zeigten sich sportlich, zogen in der Bibrishalle voll durch und gewannen 29:27 (siehe Extra-Bericht).

Hätten die SHBler am vergangenen Samstag mit nur einem Tor Differenz gewonnen, wäre am Mittwochabend (20 Uhr) in Fridingen eine Niederlage mit fünf Treffern möglich gewesen. So kommt es aber in der Fridinger Sepp-Hipp-Halle zu einer Art Endspiel um den Aufstieg. Dabei würde den Herbrechtingern dank des besseren Torverhältnisses ein Unentschieden reichen, im Handball nützt dieser Umstand allerdings nur wenig.

Die SHB muss auf Sieg spielen und Trainer Sandro Jooß hat dafür auch einen Plan. „Wir müssen unter 28 Gegentoren bleiben.“ Die Stärke von Fridingen/Mühlheim sieht er vor allem im Angriffsspiel, gerade zu Hause drückt die HSG auch aufs Tempo. Die Herbrechtinger sind also vor allem in der Abwehr und im Rückzugsverhalten gefordert, müssen aufpassen, dass der Gegner nichts „ins Laufen“ kommt.

Obwohl Fridingen/Mühlheim das erste Spiel deutliche höher verloren hat, sieht Jooß sein Team nicht in der Favoritenrolle. Der Heimvorteil, die weite Anreise (170 Kilometer, 2:15 Stunden Anfahrt) und die voraussichtliche Rückkehr eines wichtigen Spielers sprechen für den Gegner. „In Mundelsheim hielt die HSG lange mit, musste aber weitgehend mit der ersten Sieben durchspielen und ist dann in der Schlussphase völlig eingebrochen“, erklärt der SHB-Coach und beziffert die Chancen in Spiel zwei auf 50:50.

Dazu sieht's bei der SHB personell nicht gerade rosig aus. Janis Bauer wurde im Spiel gegen Mundelsheim mehrfach hart gefoult, hat einen dick geschwollenen Ellenbogen und ein steifes Genick. Ob er am Mittwoch spielen kann, wird sich erst kurz vor Beginn entscheiden. Noch schlechter stehen die Chancen bei Dennis Wurelly, der an seiner Schulterverletzung laboriert. Tim Klotzbücher, den es am Samstag hart an der Nase erwischt hat, wird dagegen spielen können. Trotz allem bleibt Jooß optimistisch: „Wenn wir die Leistung vom Mundelsheim-Spiel wiederholen können, haben wir gute Chancen auf den Aufstieg.“