Primus dicht vor dem Abgrund

JOCHEN SCHREITMÜLLER 16.10.2012
Die Landesliga-Handballerinnen der FSG Donzdorf/Geislingen sind beim 23:21 in Bettringen nur um Haaresbreite ihrem ersten Punktverlust entgangen.

Eine überragende Torhüterin Ira Jennewein und ihre mit aller Leidenschaft aufspielenden Kolleginnen der SG Bettringen brachte Tabellenführer FSG Donzdorf/Geislingen an den Rand der ersten Niederlage. 23 Treffer sind Saisonminusrekord für die FSG. Allein 16 Fahrkarten in der ersten Hälfte, fast ausschließlich frei aus der Nahwurfzone, machten das Spiel zu einer richtigen Zitterpartie. Verlass war über weite Strecken nur auf die Abwehr mit den Torhüterinnen Katrin Schmid in der ersten und Selma Julevic in der zweiten Hälfte, die den Gastgeberinnen unter Führung von Larissa Funk immer wieder Grenzen aufzeigten.

Bettringen startete in der engen Uhlandhalle furios und zog über 5:2 auf 8:4 davon (13.). Die FSG scheiterte immer wieder an Jennewein, was dem ohnehin selbstbewussten Gegner weiter Auftrieb gab. Die SG spielte variantenreich im Angriff und entschlossen im Abschluss, diese Eigenschaften ließ Donzdorf/Geislingen in dieser Phase völlig vermissen. Erst als Kathrin Schmid drei wichtige Würfe entschärft hatte, agierte der Primus abgeklärter. Es dauerte aber weitere 14 Minuten, ehe Vanessa Hoffer zum 11:11 erstmals ausglich. Julia Munz egalisierte Bettringens erneute Führung zum 12:12-Pausenstand.

Nach der Halbzeit verflachte das Spiel etwas. Beide Teams überboten sich mit Fehlern. Die FSG suchte zehn Minuten lang fast nur noch über den Kreis den Erfolg, zu ihrem Glück agierte Bettringen in dieser Phase viel zu hastig und vertändelte oft den Ball. Trotzdem lag Bettringen eine Viertelstunde vor Schluss 17:15 vorn. Jetzt begann die stärkste Phase der FSG. Fünf Treffer in Folge und eine fast fehlerlose Defensive gaben dem Spiel die entscheidende Wende. Als Julia Munz zum 18:21 traf (53.), schien die Partie gelaufen. Weitere drei Fehlwürfe von den Außenpositionen und eine leidenschaftlich kämpfende SG hielten die Partie bis 80 Sekunden vor Schluss offen, ehe Julia Munz mit einem beherzten Wurf die Entscheidung gelang.

FSG: Schmid, Julevic - Thierer (1), Lisa Pfisterer (4), Schurr, Klein, Heilig (3), Pätzold (2), Pfeifer (3), Munz (4), Hoffer (1), Häußler (4), Hannah Pfisterer (1).