Stuttgart Pekeler gewinnt Duell der Rio-Helden

Machte ein solides, aber unauffälliges Spiel: Hendrik Pekeler.
Machte ein solides, aber unauffälliges Spiel: Hendrik Pekeler. © Foto: Eibner
MANUELA HARANT 01.09.2016
Hendrik Pekeler hat mit den Rhein-Neckar Löwen den Supercup gewonnen. Die herausragende Rolle spielte er gegen Magdeburg nicht.

Dass die deutschen Bronzemedaillen-Gewinner Finn Lemke und Hendrik Pekeler im Mittelpunkt des deutschen Handball-Supercups stehen würden, war schon vor dem 27:24 (17:12) der Rhein-Neckar Löwen über den SC Magdeburg klar. Als die Olympia-Helden von Rio am Mittwochabend vor 5651 Zuschauern in die Stuttgarter Porsche Arena einliefen, wurde es immer noch ein klein bisschen lauter als bei den anderen Löwen- und SCM-Größen. Und die Ehrung durch den 96-jährigen Bernhard Kempa versprühte noch einmal ein wenig Glanz der vergangenen, Handball-Feiertage. Doch wurde nicht nur die Saison-Uhr mit dem Eröffnungsspiel der 51. Bundesliga-Saison wieder auf Null gestellt, sondern auch für die Shootingstars des deutschen Handballs ging es wieder um die erste Trophäe der neuen Zeitrechnung.

Während Kreisläufer Pekeler bei den Löwen gleich dort weitermachen konnte, wo er vor eineinhalb Wochen in Brasilien aufgehört hatte, wollte Magdeburgs Coach Bennet Wiegert Lemke offenbar noch etwas schonen und setzte den Nationalspieler sehr dosiert in seiner Spezialdisziplin Abwehr ein. Dabei konnten weder Kreisläufer Pekeler noch Rückraum-Hüne Lemke dem Spiel ihren Stempel aufdrücken, sondern vielmehr die ausländischen Routiniers von Meister und Pokalsieger.

Die Löwen dominierten die Partie von Beginn an und setzten sich in der ersten Hälfte stetig ab. Fast zeitgleich erzielten schließlich die Rio-Helden Lemke (13:8) und Pekeler (14:8) kurz vor der Pause doch noch die ersten, schwer umjubelten Treffer für ihre Klubs. In der zweiten Hälfte erhielt Lemke offensiv mehr Einsatzzeiten und war mit guter Übersicht und drei weiteren Treffern mitverantwortlich, dass die Magdeburger beim 17:19 (43.) und 21:23 (55.) an einer Überraschung schnupperten. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass der favorisierte Meister souverän dem ersten Supercup-Gewinn entgegenlief.