Handball Onkel Eckard trifft auf Frieder Nothdurft zum Saisonstart

Tollhaus Kurt-App-Halle: Die Euphorie vom Pokal-Coup gegen Bundesligist Eulen Ludwigshafen wollen die Pfullinger Handballer in den Drittligastart hinüberretten.
Tollhaus Kurt-App-Halle: Die Euphorie vom Pokal-Coup gegen Bundesligist Eulen Ludwigshafen wollen die Pfullinger Handballer in den Drittligastart hinüberretten. © Foto: Grundler
Pfullingen / Wolfgang Gattiker 24.08.2018

Am heutigen Samstag (20 Uhr, Kurt-App-Halle) geht es für den Handball-Drittligisten VfL Pfullingen gegen den TSV Neuhausen/Filder im Derby los. Nachdem Robin Keupp ausfällt, hat sich Chris Jabot zurück gemeldet, denn seine Wadenzerrung ist vorbei.

Axel Goller (Abitur und EM-Teilnahme) hat Urlaub bekommen, steigt später ein und benötigt die Pause,  die ihm der neue VfL-Trainer Frederick Griesbach genehmigte.

Bei Micha Thiemann (Sprunggelenk, er ist umgeknickt) ist alles offen. Zu Wochenbeginn hat das Rückraumass nicht trainiert, sein Einsatz ist fraglich.

VfL-Trainer Frederick Griesbach meint zum ersten Punktspiel: „Wir müssen an Grenzen oder darüber hinausgehen, denn wenn wir mit halber Kraft spielen, verlieren wir. Wir müssen alles abrufen.  Neuhausen/Filder ist ein starker, unbequemer Gegner. Bei uns spielt aus der A-Jugend  unserer JSG Echaz-Erms Frieder Nothdurft mit, dessen Onkel der Neuhäuser Cheftrainer Eckard Nothdurft ist.“

Stärker als Bundesligist?

Mit nachfolgender These überrascht der neue VfL-Coach: „Die Gäste von den Fildern sind zu beachten, sie stellen eine andere Hausnummer als Bundesligist Eulen Ludwigshafen dar und werden ein Feuerwerk abbrennen. Doch das machen meine Pfullinger Echaz-Krokodile gegen die Neuhäuser Mad  Dogs sicher auch.“

Der TSV Neuhausen/Filder sei ein unbequemer Gegner, hielt gegen den TBV Lemgo lange mit, gewann das kleine Esslinger Marktplatz-Turnier.

„Wir müssen 60 Minuten voll gegenhalten, auf der Hut  sein, die Grenzen überspringen. Ich hoffe und baue auf unsere Fans”, so Griesbach.

VfL-Abteilungsleiter Armin Geffke hofft auf mehr als 800 Zuschauer, das  DHB-Pokal-Turnier war eine feine Sache laut Geffke, „das war Werbung für den Handball.“

Nun kommt zum Drittligastart gleich ein Hochkaräter in Gestalt des TSV Neuhausen/Filder. Dessen neuer Trainer Eckard Nothdurft (vor rund einem Vierteljahrhundert als Kreisläufer beim VfL Pfullingen ein Publikumsliebling in der 2. Liga) wollte  das Spiel unbedingt am kommenden Samstag austragen.

„Wir wollten das Derby verlegen, aber nun wird eben in den Ferien gespielt“, bedauert Geffke.

VfL-Spieler Marc Breckel sieht klar: „Wir   haben gegen Bundesligist Eulen Ludwigshafen am Limit gespielt. Gegen den ebenfalls erstklassigen Bergischen HC, der nun im DHB-Pokal auf die Rhein-Neckar Löwen trifft, waren wir chancenlos. Immerhin ärgerten wir den Bergischen HC ein wenig, aber nun konzentrieren wir uns seit Sonntagabend auf die Neuhäuser Nothdurft-Truppe.“

Heimmacht bleiben

Der Linksaußen glaubt: „Wir haben auch im DHB-Pokal auch hinzugelernt, nun kommt der Alltag. Wir hatten in der Vorsaison eine  tolle Heim-Bilanz, selbige möchten wir ausbauen. Wir wollen alle Heimspiele gewinnen, gehen am Samstag an Grenzen und drüber hinaus.“

Marc Breckel gibt zu: „Der neue Trainer Frederick Griesbach hat uns in der Vorbereitung geschlaucht, wir sind topfit und sollten für die Mühen nun belohnt werden. Gästetrainer Eckard Nothdurft kennt uns gut, er wird sich einiges einfallen lassen. Wir haben uns in der Vorsaison mit dem Auswärtssieg in Neuhausen/Filder für das DHB-Pokal-Turnier qualifiziert – vielleicht ein gutes Omen. Nun aber ist Punktspielalltag und ein guter Start wäre ganz wichtig.“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel