Handball Nervosität bei der Rückkehr in die Heimat

Daniel Schliedermann: Am Donnerstagabend wieder mal auf dem Parkett der Längenfeldsporthalle.
Daniel Schliedermann: Am Donnerstagabend wieder mal auf dem Parkett der Längenfeldsporthalle. © Foto: Emmenlauer
swp 12.08.2017

Zum ersten Mal seit einigen Jahren spielte Daniel Schliedermann wieder in der Ehinger Längenfeldhalle. Vor dem Testspiel seiner Mannschaft VfL Pfullingen gegen das U23 Team des HBC Nantes, das mit den Profis im Trainingslager weilt, war der 21-Jährige aber ziemlich aufgeregt. „Nach langer Zeit in der Heimatstadt wieder zu spielen vor einigen Freunden und der Familie ist schon besonders“, erklärte er. Dazu war sein Einsatz in dieser Partie lange fraglich, denn er hatte sich eine Bänderverletzung vor wenigen Tagen im Training zugezogen. Nach Absprache mit Trainer Till Fernow durfte er dann sogar länger aufs Feld als erwartet. „Das Verhältnis mit dem Trainer ist super, er vertraut mir in vielen Dingen“, erklärte der Rückraumspieler.

Das die Partie gegen die Mannschaft aus Frankreich mit 30:31 verloren ging (siehe Bild und Text oben), ärgerte Schliedermann ziemlich. „Das ist nun das dritte Spiel in Folge, welches wir so knapp verlieren. Das ist wirklich bitter“, fasste er die Gefühlslage zusammen. Doch für die Pfullinger Mannschaft, die in der 3. Liga spielt, war es ein guter Test gegen ein sehr athletisches und wurfstarkes Team des HBC Nantes. Daniel Schliedermann kannte einige seiner Gegenspieler sogar noch aus der Zeit bei der Jugendnationalmannschaft, als es auch zu einigen Duellen mit Frankreich kam. Dass mit Thierry Anti und Alberto Entrerrios die beiden Trainer des französischen Champions-League-Teams in der Halle saßen, motivierte den jungen Ex-Ehinger umso mehr. „Da schaut man schon öfter mal raus und will sich noch mehr beweisen, das sind schließlich zwei große Trainerpersönlichkeiten.“

Obwohl er sich an das letzte Mal auf dem Feld in der Längenfeldhalle kaum mehr erinnern kann, freut sich Schliedermann immer wieder nach Ehingen zu kommen, um seine Eltern und Freunde zu besuchen.