NACHGEFRAGT: "Wirtschaftlich schlechter"

Kritisch sieht Frisch-Auf- Manager Gerd Hofele den neuen Modus.
Kritisch sieht Frisch-Auf- Manager Gerd Hofele den neuen Modus.
HARALD BETZ 27.04.2013
Der neue Modus im EHF-Pokal mit dem Final Four findet nicht nur Freunde. Frisch-Auf-Manager Gerd Hofele steht der Idee kritisch gegenüber.

Wie ordnet der Frisch-Auf-Manager den neuen Modus im EHF-Pokal ökonomisch ein?

GERD HOFELE: Wirtschaftlich bedeutet die Einführung des Final Four für Frisch Auf Göppingen eine Verschlechterung, denn wir haben beispielsweise in der vergangenen Saison im Halbfinale gegen die Rhein-Neckar-Löwen und im Finale gegen Dünkirchen in der EWS-Arena Einnahmen im sechsstelligen Bereich realisiert.

Betrachten wir die sportliche Seite, wie schneidet hier die Neuerung ab?

HOFELE: Das Finalturnier in Nantes ist fragwürdig, weil mit Nantes ein Zweitplatzierter der Gruppenphase gesetzt wurde und Logrono als Zweiter unserer Gruppe ausscheiden musste. Allein, dass nur drei Viertelfinals gespielt werden, ist ungewöhnlich.

Was bedeutet dies für die Zukunft dieses Wettbewerbs?

HOFELE: Wir befinden uns bereits mit dem Generalsekretär der EHF in Gesprächen über die aktuellen Probleme und machen uns Gedanken für die Zukunft. Fest steht jetzt schon, dass in der kommenden Saison der gleiche Modus im EHF-Pokal praktiziert wird.