Nach Viertelstunde platzt Knoten

Auch ein Griff Richtung Hose kann Lisa Thierer nicht aufhalten. Winzingens Abwehrspielerinnen haben das Nachsehen. Foto: Thomas Madel
Auch ein Griff Richtung Hose kann Lisa Thierer nicht aufhalten. Winzingens Abwehrspielerinnen haben das Nachsehen. Foto: Thomas Madel
JOCHEN SCHREITMÜLLER 14.02.2012
Die Landesliga-Handballerinnen der FSG Donzdorf/Geislingen haben das Derby beim TV Winzingen 31:25 gewonnen und in der heimischen Donzdorfer Lautertalhalle einen Auswärtssieg gefeiert.

Trotz des Sieges verharren die FSG-Handballerinnen auf Platz vier der Tabelle, da sich das Spitzentrio keine Blöße gegeben hat. Ähnlich erging es dem TVW, der weiter auf dem rettenden achten Tabellenplatz rangiert, allerdings nur zwei Punkte Vorsprung auf den Vorletzten Altbach hat.

Beide Mannschaften hatten sich die Kritik der Vorwoche zu Herzen genommen und agierten über die komplette Spielzeit selbstbewusst und mit hohem Tempo. Den besseren Start erwischte der Aufsteiger, dessen enorm offensive Deckung den FSG-Angriffen schon im Ansatz die Gefährlichkeit nahm. Sandra Waldenmaier und Carolin Kottmann nutzten geschickt die wenigen Lücken in Donzdorf/Geislingens Abwehr und brachten die Gastgeberinnen ständig in Führung. Erst nach einer Viertelstunde gelang der favorisierten FSG der Ausgleich. Und plötzlich war der Knoten geplatzt. Nicht Laufen mit dem Ball, sondern das Einlaufen ohne Ball wurde immer besser praktiziert und der Lohn war die 16:11-Pausenführung.

Nach dem Wechsel agierte Winzingens Deckung deutlich defensiver, trotzdem blieb die FSG spielbestimmend. Julia Munz, die nahtlos an ihre gute Leistung vom vergangenen Spiel anknüpfte, und Stefanie Heilig trieben ihre Mannschaft ständig nach vorne. Sie fanden die Lücke zum Abschluss oder setzten geschickt ihre Mitspielerinnen ein. Beim 20:27 sah es nach einem Debakel für den Tabellenachten aus, aber unter der unermüdlichen Führung der sechsfachen Torschützin Carolin Kottmann kämpfte sich Winzingen wieder heran, ohne dem Spiel noch eine entscheidende Wende geben zu können.

FSG-Trainer Uwe Pätzold fand lobende Worte für die komplette Mannschaft, die das Fehlen der verletzten Lisa Pfisterer mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung kompensierte.

FSG: Julevic, Schmid - Hoffer (4), Thierer (1), Schurr (3), Klein (1), Pfeifer (1), Munz (7), Hommel (2), Heilig (7/2), Häußler (5).